Coronavirus: So steht es um die Schweizer Eishockey-WM
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CoronavirusSo steht es um die Schweizer Eishockey-WM

Das Coronavirus stellt das OK vor Probleme. Doch Chef Gian Gilli sagt: «Wir bremsen momentan keinen Millimeter.»

von
mro
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Gian Gilli hat ein Problem: Der OK-Chef der Eishockey-WM weiss nicht, ob sein Turnier stattfinden kann.

Gian Gilli hat ein Problem: Der OK-Chef der Eishockey-WM weiss nicht, ob sein Turnier stattfinden kann.

Keystone/urs Flueeler
Grund dafür ist das Coronavirus. Wie Gilli in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger sagt, bremse er momentan keinen Millimeter.

Grund dafür ist das Coronavirus. Wie Gilli in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger sagt, bremse er momentan keinen Millimeter.

Keystone/Laurent Gillieron
Wird das Verbot von Grossveranstaltungen verlängert, droht eine WM ohne Zuschauer. Für Verbandschef René Fasel ist das keine Option. Mit Weissrussland und Russland sollen sich bereits zwei Länder bereit erklärt haben, das Turnier durchzuführen.

Wird das Verbot von Grossveranstaltungen verlängert, droht eine WM ohne Zuschauer. Für Verbandschef René Fasel ist das keine Option. Mit Weissrussland und Russland sollen sich bereits zwei Länder bereit erklärt haben, das Turnier durchzuführen.

Keystone/Melanie Duchene

Gian Gilli hat ein Problem. Er stellt etwas auf die Beine, von dem er momentan nicht weiss, ob es überhaupt durchgeführt werden kann: die Eishockey-WM. Im Mai soll sie in Zürich und Lausanne stattfinden, Gilli ist der OK-Chef. Im Interview mit dem Tages-Anzeiger sagt er: «Zurzeit bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu analysieren.»

Es ist – natürlich – das Coronavirus, das für Wirbel sorgt. Wird die Verfügung des Bundesrats aufrechterhalten, wäre eine WM vor leeren Rängen die logische Folge. Das will beim Eishockey-Verband niemand, Präsident René Fasel sagt, eine Turnier ohne Zuschauer sei keine Option. Und mit Russland (Sotschi) und Weissrussland sollen sich bereits zwei Kandidaten für eine Durchführung bereit erklärt haben.

Auch Gilli ist realistisch. Er sagt: «Ich könnte mir kaum vorstellen, dass all die Spieler kommen, um zwei Wochen in leeren Hallen zu spielen.» Es ändert nichts daran, dass der 62-Jährige «mit Vollgas» arbeitet, «wir bremsen momentan keinen Millimeter». Er sagt aber auch, dass diese Unsicherheit dem Team die Motivation nehmen könne. Er probiert, positiv zu bleiben: «Wir dürfen die Grossartigkeit dieses Projekts nicht aus den Augen verlieren».

Vom 8. bis am 24. Mai 2020 findet in der Schweiz die IIHF Eishockey-WM statt. 16 Teams messen sich an den Spielorten in Zürich und Lausanne.

Tickets und weitere Infos gibt es auf der Website der IIHF Eishockey-WM: 2020.iihfworlds.com

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