Aktualisiert 25.09.2016 14:23

Übersicht

So stimmte die Schweiz am Sonntag ab

Ja zum Nachrichtendienstgesetz, Nein zur Initiative AHVplus und zur Grünen Wirtschaft: Die Abstimmung im Überblick.

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sda/hal
Am 25. September wurden die Schweizer zur Urne gerufen.

Am 25. September wurden die Schweizer zur Urne gerufen.

Keystone/Alessandro Della Valle

Rund 43 Prozent der Stimmberechtigten in der Schweiz nahmen an der Abstimmung am Sonntag teil. Am stärksten mobilisierte die Initiative AHVplus. Die Resultate:

Nachrichtendienstgesetz mit 65,5 Prozent angenommen

Der Nachrichtendienst darf künftig Telefongespräche abhören, Privaträume verwanzen und in Computer eindringen.

Das Stimmvolk hat das neue Nachrichtendienstgesetz mit 65,5 Prozent Ja-Stimmen überaus deutlich angenommen.

Die Zustimmung fiel klarer aus als die Umfragen erwarten liessen. Die Gegner, die sich im «Bündnis gegen den Schnüffelstaat» zusammengeschlossen hatten, waren chancenlos. Kein Kanton sagte Nein.

AHVplus scheitert mit 59,4 Prozent

Die Initiative AHVplus des Gewerkschaftsbundes ist klar gescheitert. 921'000 Stimmende sagten Ja zur Initiative, die 10 Prozent höhere AHV-Renten verlangte. 1'348'000 sprachen sich dagegen aus.

Das Tessin und die meisten Westschweizer Kantone stimmten für die flächendeckende Erhöhung der AHV-Renten. Mit 59,5 Prozent kam aus dem Kanton Jura das deutlichste Ja, gefolgt von Neuenburg, Genf, dem Tessin und der Waadt. Das Ständemehr erreichte die Initiative allerdings nicht.

Die deutliche Ablehnung wird die Debatte um die Reform der Altersvorsorge prägen, die morgen Montag im Nationalrat beginnt. Für die Befürworter eines Zuschlags auf die AHV-Renten ist die Luft dünner geworden.

63,57 Prozent Nein zur Grünen Wirtschaft

Die Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft ist wuchtig bachab geschickt worden. 63,57 Prozent der Stimmenden legten ein Nein ein. Nur ein Kanton sagte Ja: Genf.

Konkret hätte die Initiative der Grünen verlangt, dass Bund, Kantone und Gemeinden eine nachhaltige und die natürlichen Ressourcen schonende Wirtschaft anstreben müssen. Geschehen sollte dies mit geschlossenen Kreisläufen. Abfälle sollten als Rohstoffe weiter verwendet werden.

Die Initiative gab ein Ziel vor: Der «ökologische Fussabdruck» der Schweiz sollte – hochgerechnet auf die Weltbevölkerung – im Jahr 2050 nicht mehr als eine Erde betragen. Derzeit verbrauchen alle Menschen rund drei Erden, wenn sie alle ebenso viele Ressourcen beanspruchen würden wie die Schweizer Bevölkerung.

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