Zahlen und Fakten: So süchtig ist die Schweiz
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Zahlen und FaktenSo süchtig ist die Schweiz

Alkohol, Tabak, illegale Drogen, Geldspiel: Das Schweizer «Suchtpanorama» zeigt in Zahlen, wie Schweizer damit umgehen.

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daw
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27 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren konsumieren Tabakprodukte.

27 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren konsumieren Tabakprodukte.

Keystone/Robert Schlesinger
7,8 Liter reinen Alkohol konsumierte die Schweizer Wohnbevölkerung 2017 pro Kopf.

7,8 Liter reinen Alkohol konsumierte die Schweizer Wohnbevölkerung 2017 pro Kopf.

Keystone/Christian Beutler
Etwa 3 Prozent der Bevölkerung konsumieren regelmässig Cannabis. Somit hält das Cannabis unter den illegalen Drogen den Spitzenplatz.

Etwa 3 Prozent der Bevölkerung konsumieren regelmässig Cannabis. Somit hält das Cannabis unter den illegalen Drogen den Spitzenplatz.

Keystone/AP/Richard Vogel

In einer neuem Analyse hat die Organisation «Sucht Schweiz» aktuelle Zahlen zum Suchtverhalten der Schweizer Bevölkerung zusammengetragen.

Alkohol

7,8Liter reinen Alkohol konsumierte die Schweizer Wohnbevölkerung 2017 pro Kopf.

20 Prozent der Personen in der Schweiz trinken laut «Sucht Schweiz» risikoreich.

250'000Personen in der Schweiz sind alkoholabhängig.

Jeder 12. Todesfall ist alkoholbedingt.

4,2 Milliarden Franken betrugen 2017 die gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums.

Tabak

27 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren konsumieren Tabakprodukte.

9,6 Milliarden industrielle Zigaretten wurden 2017 verkauft. Dies entspricht knapp 1400 Zigaretten pro Jahr und Einwohner ab 15 Jahren.

56 Päckchen Zigaretten rauchte der durchschnittliche Einwohner im Jahr 2017.

Illegale Drogen

Etwa 3 Prozent der Bevölkerung konsumieren regelmässig Cannabis. Somit hält das Cannabis unter den illegalen Drogen den Spitzenplatz.

5 Tonnen Kokain setzt der Schweizer Markt pro Jahr um.

330 Millionen Franken betragen die Erträge aus dem Kokain-Verkauf pro Jahr.

1,8 bis 2,5 Tonnen gestrecktes Heroin befinden sich jährlich auf dem Schweizer Markt.

3,3 Prozent der befragten 20- bis 24-jährigen Männer und Frauen konsumierten 2016 Psychostimulanzien, davon besonders viel Ritalin ohne Rezept.

Geldspiel

1,15 Millionen Menschen spielen in der Schweiz um Geld. Etwa 76'000 spielen exzessiv. In der Schweiz besteht eine der höchsten Dichten an Casinos weltweit.

1,6 Milliarden Franken verzocken die Spielenden in der Schweiz pro Jahr.

551 bis 648 Millionen Franken beträgt laut Schätzungen das Schadenpotenzial des Geldspiels pro Jahr. Es handelt sich dabei um zusätzliche Gesundheitskosten und Produktivitätsverluste.

11'000 Todesfälle pro Jahr sind auf die Kombination von psychoaktiven Substanzen (Drogen) und das Glücksspiel zurückzuführen. Die sozialen Kosten übersteigen dabei 14 Milliarden Franken.

Waren Sie spielsüchtig, alkohol- oder drogenabhängig und haben Sie Ihre Sucht besiegt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte im Formular unten.

Sucht Schweiz: Überblick über Abhängigkeiten

Das Suchtpanorama 2019 gibt einen Überblick über den Konsum von Suchtmitteln. (Video: SDA)

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