FC Barcelona: So teuer könnte der Neymar-Transfer werden
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FC BarcelonaSo teuer könnte der Neymar-Transfer werden

Barcelona blättert im Sommer 2013 60 Millionen Franken für Neymar auf den Tisch. Nun könnten weitere 100 Millionen Franken hinzukommen.

von
heg
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Die Kosten des Neymar-Transfers
Die Kosten des Neymar-Transfers

18 Millionen Franken an Santos (bekannt).

Keystone/AP/Manu Fernandez
42 Millionen Franken an die Firma N&N, die Neymars Eltern Neymar da Silva und Nadine gehört (bekannt).

42 Millionen Franken an die Firma N&N, die Neymars Eltern Neymar da Silva und Nadine gehört (bekannt).

Keystone/AP/Manu Fernandez
10 Millionen Franken Handgeld für Neymar (bekannt).

10 Millionen Franken Handgeld für Neymar (bekannt).

Keystone/AP/Manu Fernandez

Im Sommer 2013 machte Barcelona das Rennen um Neymar. Der brasilianische Superstar wechselte für 60 Millionen Franken von Santos zu den Katalanen. Der Transfer entwickelte sich zur Steueraffäre und könnte Barça nun beinahe das Dreifache kosten.

Nach dem Clásico-Sieg am Sonntag gegen Real Madrid (2:1) forderte am Montag der Staatsanwalt Josep Perals harte Strafen für den ehemaligen Barcelona-Präsidenten Sandro Rosell und seinen Nachfolger Josep Maria Bartomeu wegen ihrer Verstrickung in den Neymar-Deal. Bartomeu soll zwei Jahre ins Gefängnis und 4 Millionen Franken bezahlen, Rosell für siebeneinhalb Jahre hinter Gitter und mit 26 Millionen Franken gebüsst werden. Der Verein soll 23 Millionen hinblättern. Sie werden verdächtigt, den spanischen Staat um 13,5 Millionen Franken Steuern betrogen zu haben.

Teuerster Transfer der Geschichte?

Werden die Beschuldigten verurteilt und zur Kasse gebeten, verdreifacht sich der Neymar-Transfer beinahe. Er wäre mit 164 Millionen Franken der teuerste Wechsel der Geschichte. Die spanische Zeitung «Marca» hat eine Liste mit den bisherigen Kosten und was noch auf den Verein hinzukommen könnte zusammengestellt (Bildstrecke oben).

Barça betonte stets, dass der Transfer nur 60 Millionen gekostet habe. Die mehreren verborgenen Zahlungen, die die spanischen Finanzbehörden aufdeckten, wurden gemäss dem Verein nur getätigt, um den 2011 vorvereinbarten Deal nicht zu gefährden. Ein Gericht muss nun entscheiden, ob es zum Prozess kommt.

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