Aktualisiert 28.03.2019 20:27

Bluttat von Basel

So trauert die Mutter von Ilias um ihren Sohn

Nach dem Tod von Ilias M. (7) empfängt die Familie Trauergäste. Die Mutter sagt, mental sei sie am Ende: «Wir wissen nicht, ob wir bleiben werden.»

von
qll
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Am Sonntag, 31. März, nimmt die Familie des getöteten Ilias M. im Gotthelf-Schulhaus in Basel in einer öffentlichen Trauerfeier Abschied. Die Familie wolle sich für die Anteilnahme bedanken, so die Mutter.

Am Sonntag, 31. März, nimmt die Familie des getöteten Ilias M. im Gotthelf-Schulhaus in Basel in einer öffentlichen Trauerfeier Abschied. Die Familie wolle sich für die Anteilnahme bedanken, so die Mutter.

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Beigesetzt wurde das Opfer im Rahmen des Mittaggebets am Samstag um 12 Uhr.

Beigesetzt wurde das Opfer im Rahmen des Mittaggebets am Samstag um 12 Uhr.

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Die Beerdigung fand in der Stadt Gjilan im Kosovo statt.

Die Beerdigung fand in der Stadt Gjilan im Kosovo statt.

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Der 7-jährige Ilias M.* ist am Donnerstag vor einer Woche von einer 75-jährigen Frau auf dem Weg von der Schule zurück nach Hause angegriffen und tödlich verletzt worden. Letzten Samstag wurde er in seinem Heimatland Kosovo beigesetzt. Seither empfängt die Familie dort die Trauergäste.

Nun möchte sie auch in der Schweiz eine Trauerfeier abhalten. Diese findet voraussichtlich am Sonntag von 9 bis 17 Uhr im Gotthelf-Schulhaus (Gotthelfplatz 1, Basel) statt, wo Ilias zur Schule ging.

«Wir wollen uns bedanken»

«Viele haben uns geschrieben, dass sie uns gerne besuchen wollen, um uns ihr Beileid auszusprechen. Diese Trauerfeier ermöglicht es uns, alle gleichzeitig zu empfangen», sagt die Mutter S. M.* «Ausserdem wollen wir uns bei allen für ihre Unterstützung in dieser schweren Zeit bedanken. Ich weiss nicht, ob wir es allein bis hierher geschafft hätten.»

Auf die Frage, wie sie mit dem Verlust umgeht, antwortet S.M. mit Tränen. Nach einer kurzen Pause meint sie: «Mein Körper zieht es durch, um meines Sohnes willen. Um seiner Seele willen. Mental bin ich am Ende. Es ging alles so schnell.»

Vielleicht werde die Realität sie einholen, wenn die Familie am Freitag in die Schweiz zurückfliege. «Wir wissen aber nicht, ob wir da wohnen bleiben werden. Immer wieder an der Stelle vorbeizugehen, wo mein Sohn getötet wurde, das schaffen wir nicht», sagt die Mutter unter Tränen.

*Name der Redaktion bekannt

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