Aktualisiert 15.03.2020 18:23

Coronavirus

So trifft das 50-Leute-Verbot die Restaurants

Wie handhaben die Restaurants die neuen Regeln zum Schutz vor Coronavirus-Ansteckungen? McDonald's, Coop und die SV Group geben Auskunft.

von
F. Pöschl
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Am Freitag hatte der Bundesrat als Massnahme zum Schutz vor dem Coronavirus entschieden, dass nicht mehr als 50 Personen in einem Restaurant sein dürfen. Jetzt mussten die Restaurants reagieren

Am Freitag hatte der Bundesrat als Massnahme zum Schutz vor dem Coronavirus entschieden, dass nicht mehr als 50 Personen in einem Restaurant sein dürfen. Jetzt mussten die Restaurants reagieren

Bei McDonald's sind die Bildschirme der Bestellkioske als Schutzmassnahme nur noch auf der Vorderseite aktiviert.

Bei McDonald's sind die Bildschirme der Bestellkioske als Schutzmassnahme nur noch auf der Vorderseite aktiviert.

Keystone/Gaetan Bally
«Wir müssen testen testen testen»: Für den Epidemiologen Marcel Salathé ist dies die wirksamste Massnahme, um das Virus zu bekämpfen.

«Wir müssen testen testen testen»: Für den Epidemiologen Marcel Salathé ist dies die wirksamste Massnahme, um das Virus zu bekämpfen.

Keystone/Cyril Zingaro

Am Freitag hatte der Bundesrat als Massnahme zum Schutz vor dem Coronavirus entschieden, dass nicht mehr als 50 Personen in einem Restaurant sein dürfen. Darin eingeschlossen ist auch das Personal. Ausserdem sollen sie das Social Distancing berücksichtigen. Jetzt mussten die Restaurants reagieren. Das ändert sich nun bei McDonald's, Coop-Restaurants und den Restaurants der SV Group.

McDonald's

Die Tessiner McDonalds-Restaurants setzen die neue Verordnung des Bundesrats seit Donnerstag um, wie Sprecherin Béatrice Montserrat zu 20 Minuten sagt. Inzwischen sind alle McDonald's Schweiz Filialen sowie die 49 selbständigen Lizenznehmer betroffen. Das ist neu:

• Nur noch 50 Personen in den Restaurants – Gäste und Mitarbeiter werden gezählt.

• Ein Mitarbeiter zählt beim Eingang die Anzahl Gäste und schliesst temporär die Tür bei der 50-Personen-Grenze.

• Nur noch ein Eingang pro Restaurant ist geöffnet.

• Tische werden in regelmässigen Abständen blockiert.

• Nur noch die Bildschirme auf der Vorderseite der Bestellkioske sind aktiviert.

• Der Abstand zwischen den offenen Kassen an der Theke wird vergrössert.

• Die Playlands werden geschlossen.

• Zusätzliche Mitarbeiter arbeiten am McDrive, damit mehr Personen den kontaktlosen Service nutzen können.

• Mitarbeiter werden regelmässig an Schutzmassnahmen der Behörden erinnert.

• Inneneinrichtung wird täglich mehrmals geputzt.

• Neben den Bestellkiosken steht den Gästen Desinfektionsmittel für die Hände zur Verfügung.

Coop-Restaurants

Coop setzt die Regelung gemeinsam mit den Mitarbeitern um, wie Sprecherin Marilena Baiatu sagt. Die Kunden könnten weiterhin normal essen gehen. Die Kunden müssten etwa vor dem Restaurantbesuch nicht extra reservieren. Das Social Distancing sei aufgrund der Grösse der Coop-Restaurants sichergestellt. Das ist neu:

• Im Kanton Tessin und im Kanton Graubünden sind seit Samstag die Buffets ausschliesslich bedient.

• Plakate in den Kassenzonen machen auf das Social Distancing und die Möglichkeit der Kartenzahlung aufmerksam.

• Am Boden vor den Kassen wurden Abstandslinien angebracht.

• Ein Zählsystem am Eingang soll sicherstellen, dass sich nicht mehr als 50 Personen im Restaurant aufhalten.

• Die Mitarbeiter wurden bezüglich konsequenter Einhaltung der grundlegenden Hygienemassnahmen informiert und instruiert.

• An jedem Kassenplatz und an den Eingängen stehen Desinfektionsmittel bereit.

SV Group

Die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe SV verfügt über 321 Betriebe in der Schweiz und weitere im Ausland. Die Gäste können weiterhin normal essen kommen, wie Sprecherin Manuela Stockmeyer sagt. Lieferengpässe bei den Lebensmitteln seien ebenfalls nicht zu befürchten. Das ist neu:

• Seit 25. Februar kommt der Pandemieplan zum Einsatz, der unter anderem eine verstärkte Informations- und Sensibilisierungskampagne der Hygienemassnahmen für die Mitarbeiter miteingeschlossen hat.

• Das Mobiliar in den Restaurants wird ausgeräumt, damit nur noch 50 Plätze angeboten werden können.

• Bei Bedarf werden die Mittagszeiten angepasst, bis alle gegessen haben.

• Weitere Lösungen seien denkbar wie etwa ein Stand vor dem Restaurant, um das Essen als Take-away anbieten zu können.

• Türgriffe und Geländer werden regelmässig desinfiziert.

• Mitarbeiter mit Husten und anderen Grippesymptomen müssen zwingend zu Hause bleiben und Ferienrückkehrer aus betroffenen Gebieten dürfen nur symptomfrei zur Arbeit kommen.

• Jeden Morgen findet ein kurzes Meeting und eine Befragung durch den Restaurant-Manager statt, um sicherzugehen, dass alle Mitarbeiter gesund sind.

• Für die Mitarbeiter wurde eine Hotline eingerichtet.

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