Nacht der Streiche: So überstehen Sie Halloween
Aktualisiert

Nacht der StreicheSo überstehen Sie Halloween

Die Polizei hat Ladenbetreiber gebeten, keine grossen Mengen an Eiern an Jugendliche zu verkaufen. Damit sollen Sachbeschädigungen an Halloween verhindert werden.

von
tab
1 / 6
Halloween ist für einige ein Grund zur Freude. Andere können den Anlass nicht ausstehen - mit ein Grund dafür sind oft Streiche von Kindern und Jugendlichen, die in Sachbeschädigungen ausarten.

Halloween ist für einige ein Grund zur Freude. Andere können den Anlass nicht ausstehen - mit ein Grund dafür sind oft Streiche von Kindern und Jugendlichen, die in Sachbeschädigungen ausarten.

epa/Roman Pilipey
Die Kantonspolizei St. Gallen hat deshalb dieses Jahr bereits vor Halloween mit Geschäftsbetreibern gesprochen und sie angewiesen, keine grossen Mengen an Eiern, ...

Die Kantonspolizei St. Gallen hat deshalb dieses Jahr bereits vor Halloween mit Geschäftsbetreibern gesprochen und sie angewiesen, keine grossen Mengen an Eiern, ...

Keystone/Christian Beutler
... Raiserschaum ...

... Raiserschaum ...

Sergey Tryapitsyn

Es gibt jene, die sich auf Halloween freuen. Sie haben bereits ihre Kostüme vorbereitet, die Schminke über dem Lavabo ausgebreitet und den Schrank mit Süssigkeiten gefüllt. Die Kürbisse stehen mit mehr oder weniger furchterregenden Fratzen vor dem Haus und farbige Lampions baumeln von der Fassade.

Es gibt aber auch jene, für die der 31. Oktober ein Graus ist. Sie möchten am liebsten einen Zettel an die Haustüre hängen: «Hier gibts nichts Süsses, nur Saures.» Auch die Polizei freut sich nicht unbedingt auf den Abend – verzeichnet sie doch jedes Jahr Vandalenakte und Sachbeschädigungen.

Mit Eltern Kontakt aufgenommen

Die Kapo St. Gallen geht die Sache deshalb gut vorbereitet an: Sie wird einerseits mit mehreren zusätzlichen zivilen und uniformierten Patrouillen in allen Regionen präsent sein. Andererseits hat sie im Vorfeld mit Eltern und Geschäftsinhabern Kontakt aufgenommen.

«Wir haben die Betreiber angewiesen, beim Verkauf von Eiern, Rasierschaum, Mehl und ähnlichen Artikeln an Jugendliche zurückhaltend zu sein», sagt Sprecher Florian Schneider. Wenn jemand beispielsweise 50 Eier kaufen wolle, dürfe der Verkäufer ihm dies verweigern.

«Eltern sollen Kinder aufklären»

Die Eltern von Oberstufenschülern wurden in einem Brief von der Kapo über die Auswirkungen von Sachbeschädigungen durch Jugendliche aufmerksam gemacht. «Wir möchten, dass Eltern ihren Kinder erklären, wie teuer es werden kann, wenn sie Fassaden mit Eier bewerfen», sagt Schneider. Im schlimmsten Fall führe dies dazu, dass der Hausbesitzer die ganze Fassade für Tausende von Franken renovieren müsse.

Um sich gegen Sachbeschädigung zu schützen, rät Schneider, das Licht im Haus anzulassen. «Wer einen dunklen Garten und ein dunkles Haus sieht, hat eher den Mut, etwas an die Wand zu schmeissen.» Wer etwas Verdächtiges beobachte, solle zudem die Polizei alarmieren.

Die Kapo St. Gallen wird auch Personenkontrollen durchführen. «Insbesondere als Clowns verkleidete Personen müssen damit rechnen, dass sie kontrolliert werden», sagt Schneider. «Wir wollen wissen, wer unter diesen Masken steckt.» Ausserdem rate er davon ab, Gegenstände wie Äxte oder Messer auf sich zu tragen. «Das kann im Falle einer Anzeige zu rechtlichen Konsequenzen führen.»

Licht anlassen und aus dem Fenster schauen

Auch die Kantonspolizei Zürich verstärkt heute Abend ihre Patrouillen. «Allfällige Widerhandlungen werden zur Anzeige gebracht», sagt Sprecher Ralph Hirt. Die erhöhte Präsenz von Beamten habe auch einen präventiven Charakter. «Man wird heute Abend sicher mehr Polizisten sehen als sonst, das schreckt potenzielle Täter ab.» Auch Personenkontrollen seien nicht ausgeschlossen.

Hirt rät zudem, persönliche Dinge vor dem Haus reinzuräumen und generell Präsenz zu markieren. «Am besten lässt man die Lichter an und schaut hin und wieder aus dem Fenster.»

Eltern in der Verantwortung

Sie seien ebenfalls auf die Halloween-Nacht sensibilisiert und punktuell verstärkt unterwegs sein, teilt die Kantonspolizei Bern mit. Personenkontrollen würden dann durchgeführt, wenn ein Verdacht auf eine strafbare Handlung vorliege. «Allenfalls müssen auch Personen, die maskiert oder geschminkt sind, mit einer Kontrolle rechnen», sagt Sprecherin Regina Aeberli.

Mit Ladenbesitzers oder Eltern hätten sie nicht aktiv das Gespräch gesucht. «Wir gehen davon aus, dass Eltern ihre Kinder auf die Konsequenzen von strafbaren Handlungen wie beispielsweise Sachbeschädigungen hinweisen.»

Deine Meinung