Sotschi 2014: So überwacht Omega die Olympia-Bestzeiten
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Sotschi 2014So überwacht Omega die Olympia-Bestzeiten

Zum 26. Mal misst die Schweizer Firma Omega bei den Olympischen Spielen die Zeit. Erneut kommt dabei die futuristische Startpistole zum Einsatz, die in Vancouver Premiere feierte.

von
lmm

Seit den Olympischen Sommerspielen von 1932 in Los Angeles misst Omega die Zeiten der olympischen Athleten. Was damals noch von Hand mit Stoppuhren gemacht wurde, ist heute Hightech vom Feinsten. Alle vier Jahre warten die Uhrmacher mit neuen Innovationen auf – die noch genauere Zeitmessung bei Eishockeyspielen etwa gab der Schweiz prompt die Möglichkeit, beim ersten Spiel gegen Lettland spät das 1:0 zu erzielen. In Sotschi sind 270 Mitarbeiter des Uhrenherstellers aus Biel im Einsatz, wie Peter Hürzeler von Omega 20 Minuten sagte. 650'000 Zeiten misst laut eigenen Angaben die Firma, die heute zur Swatch Group gehört. Benötigt werden dafür 230 Tonnen Material und 70 Kilometer Leitungen.

Nach den Olympischen Winterspielen von 2010 in Vancouver kommt erneut die auffällige elektronische Startpistole in futuristischem Design zum Einsatz. Wenn sie betätigt wird, passieren drei Dinge: Ein Knall ertönt, ein Lichtblitz erscheint – der das Mündungsfeuer einer richtigen Pistole ersetzen soll – und die Zeitmessung wird in Gang gesetzt. Wird der Abzug nochmals gedrückt, ertönt ein Signal für den Fehlstart. Die Töne können dabei je nach Bedarf geändert werden. Sie werden zusätzlich über Lautsprecher wiedergegeben, sodass alle Athleten am Start das Signal zur exakt gleichen Zeit hören.

Beim Eisschnelllauf tragen die Athleten ausserdem Sender, die ihnen Runden- und Zwischenzeiten durchgeben. Die Fotofinish-Kamera, die 2000 Bilder pro Sekunde macht, bestimmt die Schlusszeit – theoretisch auf eine Millionstelsekunde genau. Bei den meisten Wettbewerben reichen aber Hundertstel oder allerhöchstens einmal Tausendstel.

Omegas Vorschau auf die Olympischen Spiele von Sotschi. (Video: Youtube/Omega)

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