Aktualisiert 20.06.2018 08:51

Geld

So verändern die neuen Millionäre die Schweiz

Statistisch gesehen ist knapp jeder 22. Bürger steinreich. Diese Auswirkungen hat das Geld der Millionäre auf die Schweiz.

von
ish/vay
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Weltweit wächst die Zahl der Millionäre, und sie besitzen zusammen erstmals mehr als 70 Billionen US-Dollar. Auch in der Schweiz gibt es deutlich mehr Privatpersonen, die neu ein Vermögen von einer Million Dollar oder mehr besitzen.

Weltweit wächst die Zahl der Millionäre, und sie besitzen zusammen erstmals mehr als 70 Billionen US-Dollar. Auch in der Schweiz gibt es deutlich mehr Privatpersonen, die neu ein Vermögen von einer Million Dollar oder mehr besitzen.

Keystone/Christian Beutler
Millionäre können sich nicht nur einen Flug erster Klasse leisten, sondern auch gleich einen Businessjet mieten.

Millionäre können sich nicht nur einen Flug erster Klasse leisten, sondern auch gleich einen Businessjet mieten.

Keystone/Martin Ruetschi
Besonders junge Millionäre scheinen die Juwelier- und Uhren-Branche wieder für sich entdeckt zu haben. Gemäss einer Studie der Beratungsfirma Bain & Company war 2017 ein tendenziell positives Jahr für den Luxusgütermarkt....

Besonders junge Millionäre scheinen die Juwelier- und Uhren-Branche wieder für sich entdeckt zu haben. Gemäss einer Studie der Beratungsfirma Bain & Company war 2017 ein tendenziell positives Jahr für den Luxusgütermarkt....

Keystone/Martial Trezzini

Seit vergangenem Jahr leben in der Schweiz 25'000 neue Millionäre. Insgesamt gehören damit 389'200 Personen mit einem freien Vermögen von mindestens einer Million Dollar zur Bevölkerung, so der «World Wealth Report» der Beratungsgesellschaft Capegemini.. Das ist fast jeder 22. Bürger. Das Geld mag in Aktien, Anleihen und im Ausland angelegt sein. Aber ein Teil davon geben die Schweizer Reichen sicher auch im Inland aus. Wo zeigt sich das Vermögen in der Schweiz, wie verändern die Millionäre das Land?

• Millionäre fliegen nicht unbedingt First- oder Business-Class. Sondern sie nehmen den Businessjet. Die Flüge mit dem eigenen Privatjet (Neupreis ab 2,9 Millionen Dollar) oder einem gecharterten Privatjet haben in Zürich zugenommen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stiegen die Starts und Landungen auf 14'381 um 5,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Ein Flug mit dem über den Vermittler Jetapp gecharterten kleinsten Privatjet (zum Beispiel Citation Mustang) von Zürich nach Genf retour kostet für zwei Personen ab 4470 Franken. Mit einem grösseren Mittelklasse-Jet, etwa einer Hawker 800 A, steigt der Preis auf 9950 Franken.

• Die selbst bewohnte, eigene Villa zählt für die Millionäre des «Global Wealth Report» nicht zum freien Vermögen. Dafür aber das Mehrfamilienhaus, das als Geldanlage dient und eine monatliche Rendite bringt. «Immobilien sind als Anlage nach wie vor sehr beliebt, bei Privaten wie auch bei Pensionskassen und Versicherungen», sagt Robert Weinert, Leiter Immo-Monitoring bei der Immobilienberatungsfirma Wüest Partner. In der Folge sind die Preise für Mehrfamilienhäuser in den letzten drei Jahren um 17 Prozent gestiegen. Ein Haus zum Beispiel mit drei Wohnungen in Bern gibt es ab 1,6 Millionen Franken.

• Die Zahl der Zulassungen für Neuwagen aus der Luxusklasse haben gemäss der Vereinigung Auto Schweiz von 1'983 im Jahr 2016 auf 2'263 im Jahr 2017 um mehr als zwölf Prozent zugenommen. Zur Luxusklasse gehören Modelle wie etwa von Ferrari oder Tesla. Für 2018 zeigt der Trend beim Luxus-Autokauf allerdings nach unten. Dies könnte laut Karine Szegedi vom Beratungsunternehmen Deloitte daran liegen, dass sich der Schwerpunkt von Luxus vermehrt auf Erlebnisse wie Reisen verlagert.

• Besonders junge Millionäre scheinen die Juwelier- und Uhren-Branche wieder für sich entdeckt zu haben. Gemäss einer Studie der Beratungsfirma Bain & Company war 2017 ein tendenziell positives Jahr für den Luxusgütermarkt. Nachdem das Geschäft 2016 zurückgegangen war, legte es 2017 um fünf Prozent zu. Zu verdanken sei dies vor allem den Millennials: junge Erwachsene und Teenagern, die ihr Bling-Bling online bestellen. Deren Nachfrage macht inzwischen 85 Prozent des Wachstums aus.

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