Rabattschlacht – So verfällst du am Black Friday nicht einem Kaufrausch
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RabattschlachtSo verfällst du am Black Friday nicht einem Kaufrausch

Die unzähligen Schnäppchen am Black Friday können manche Kundinnen und Kunden in eine Kaufwut versetzen. Diese Tipps schonen dein Portemonnaie.

von
Bettina Zanni
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Am Black Friday ist bei einigen Kundinnen und Kunden das Risiko gross, in einen Kaufrausch zu verfallen. 

Am Black Friday ist bei einigen Kundinnen und Kunden das Risiko gross, in einen Kaufrausch zu verfallen.

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Gewühl meiden: «Die Vorstellung, sich in einer Pandemie am Black Friday ins Gewühl zu stürzen, könnte gegen unvernünftige Kaufentscheidungen helfen», sagt Psychotherapeutin Gabriela Meyer.

Gewühl meiden: «Die Vorstellung, sich in einer Pandemie am Black Friday ins Gewühl zu stürzen, könnte gegen unvernünftige Kaufentscheidungen helfen», sagt Psychotherapeutin Gabriela Meyer.

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Termin abmachen: «Mach am Black Friday einen Termin ab, sodass du gar keine Zeit hast, um dich von diesem und jenem Schnäppchen verlocken zu lassen», sagt Meyer.

Termin abmachen: «Mach am Black Friday einen Termin ab, sodass du gar keine Zeit hast, um dich von diesem und jenem Schnäppchen verlocken zu lassen», sagt Meyer.

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Darum gehts

  • Am Black Friday ist es möglich, dass Konsumentinnen und Konsumenten in einen Strudel von unüberlegten Spontankäufen geraten.

  • «Die Vorstellung, sich in einer Pandemie am Black Friday ins Gewühl zu stürzen, könnte gegen unvernünftige Kaufentscheidungen helfen», sagt eine Psychotherapeutin.

  • Weitere Tipps gegen Kaufrausch sind fixe Termine, ein limitiertes Budget und der Verzicht auf Vergleiche.

Schnäppchen über Schnäppchen verlocken am Black Friday zum Shopping. Gross ist das Risiko bei einigen Kundinnen und Kunden, am Freitag in einen Kaufrausch zu verfallen. Wie du das verhindern kannst, erfährst du hier:

Gewühl meiden

Fühlt sich der Mensch an einem Ort wohl, hält er sich dort gerne lange auf. Psychotherapeutin Gabriela Meyer rät deshalb, diesem Gefühl aktiv Gegensteuer zu geben. «Die Vorstellung, sich in einer Pandemie am Black Friday ins Gewühl zu stürzen, könnte gegen unvernünftige Kaufentscheidungen helfen.» Wer beim Einkaufen gezielt der Masse ausweichen wolle, konzentriere sich automatisch auf das, was er wirklich brauche.

Laut Franz Eidenbenz, Psychologe mit Spezialgebiet Verhaltenssüchte, kann nach den kargen Corona-Zeiten das Bedürfnis gross sein, verpasste Shoppingerlebnisse nachzuholen. Sein Tipp: «Sei nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen der Gefahr eines Kaufrauschs vorsichtig.»

Termin abmachen

Schnäppchen machen so süchtig wie spannende Serien. Doch wie oft hast du deine Netflix-Session schon abbrechen müssen, weil du einen Zahnarzttermin hattest oder ins Training gehen musstest? Psychotherapeutin Gabriela Meyer, die sich unter anderem mit dem Konsumverhalten beschäftigt, rät deshalb: «Mach am Black Friday einen Termin ab, sodass du gar keine Zeit hast, um dich von diesem und jenem Schnäppchen verlocken zu lassen.»

Budget erstellen

«Wer das Budget aus den Augen verliert, droht, vielen Versuchungen zu erliegen und im Kaufrausch die Kontrolle zu verlieren», sagt Franz Eidenbenz, Leiter Behandlung des Zentrums für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte Radix. Er rät deshalb, einen Betrag festzulegen, der auf keinen Fall überschritten werden darf. «Vor Corona hätte ich gesagt: ‹Lass deine Kreditkarte zu Hause und nimm nur Cash mit.›»

Einkaufsliste machen

Am grossen Schnäppchentag ohne Ausbeute in den Läden zu stöbern, ist für einige Konsumentinnen und Konsumenten verschwendete Zeit. Gross ist die Gefahr für Spontankäufe. «Mach dir eine Einkaufsliste mit den Artikeln, die du brauchst», sagt Gabriela Meyer. Je besser man wisse, was man wolle, desto weniger empfänglich sei man für Spontankäufe.

Wer nichts benötigt, aber schnell ins Shoppingfieber gerät, sollte einen Bogen um den Black Friday machen, sagt Franz Eidenbenz. «Bleib dann besser zuhause und lass die Finger vom Online-Shopping.»

Auf Vergleiche verzichten

90 Prozent der 18- bis 25-Jährigen wollen laut einer aktuellen Umfrage der Prospekte-App Profital am Black Friday günstige Angebote ergattern. Doch auf der Jagd nach Schnäppchen droht der Kontrollverlust. «Beginne nicht, ständig nach noch günstigeren Produkten zu suchen», sagt Meyer. Dies verleite dazu, am Schluss Unsummen für unnötige Dinge auszugeben.

Worauf du bei Online-Einkäufen am Black Friday achten solltest, erfährst du in der Box unten. Weitere Tipps erfährst du hier.

Achtung beim Online-Shopping

Nimm dich in Acht vor Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein. «Sind die Angebote auch am Black Friday oder am Cyber Monday noch viel zu günstig, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen sogenannten Fake-Shop», so Michael Littger von Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) zur Deutschen Presseagentur DPA.

Traue Angeboten nicht, die keine gängigen Zahlungsmittel zulassen. «Falls man weder mit der Kredit- oder Debitkarte noch über andere vertrauenswürdige Zahlungsweisen, wie zum Beispiel Kauf auf Rechnung bezahlen kann, dann ist das ein klares Warnsignal» , so Alexander Weber von der mobilen Bank N26.

Werde hellhörig bei PIN- und TAN-Nummern. Bei der Bezahlung per Bankeinzug und Lastschrift sollte man wissen, dass seriöse Online-Shops nie nach der PIN- oder TAN-Nummer fragen werden und sie auch niemals per E-Mail dazu auffordern werden, Bankdaten erneut einzugeben.

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