Buchs SG: «So verfilzte Hunde haben wir noch nie gesehen!»
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Buchs SG«So verfilzte Hunde haben wir noch nie gesehen!»

In Buchs SG hat ein Bauarbeiter am Dienstagnachmittag zwei ausgesetzte Pekinesen gefunden. Die ungechipten Tiere waren total verfilzt und verwahrlost.

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qll
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Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfiltzt und verwahrlost.

Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfiltzt und verwahrlost.

Edith Zellweger
«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet.

«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet.

Edith Zellweger
Weil die Verfilzung sich bereits zu grossflächigen Filzplatten entwickelt hatte, ...

Weil die Verfilzung sich bereits zu grossflächigen Filzplatten entwickelt hatte, ...

Edith Zellweger

«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel. «Für langhaarige Tiere ist eine solche Verfilzung brutal, weil es schmerzt und unbequem ist.» Nachdem ein Bauarbeiter am Dienstag gegen 16.30 Uhr die zwei Pekinesen auf einem Parkplatz in Buchs vorgefunden hatte, wurde die Tierschützerin Edith Zellweger informiert.

Die Tierschützerin holte die Hunde sofort ab und meldete den Fund der Polizei. «Eigentlich wollte ich sie dann auch gleich zum Tierarzt bringen, aber es war bereits spät», so Zellweger. Deshalb brachte sie die Hunde gleich am Mittwochmorgen in die Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet.

Hundehaar braucht regelmässige Pflege

«Die Tiere waren total verfilzt und verwahrlost», sagt Sonderer. Weil sich bereits grossflächige Filzplatten gebildet hatten, half nur noch eine Schur. «Die Hunde sind jetzt zwar keine Schönheiten, es geht ihnen aber gut», so Sonderer. Zudem wurden die Hunde geimpft, entwurmt und kastriert.

Offensichtlich hat der Tierhalter die Hunde schon länger stark vernachlässigt, bevor er sie ausgesetzt hat. «Solche Leute sollten keine Tiere mehr halten dürfen», so Sonderer.

Suche nach einem neuen Zuhause

Zurzeit befinden sich die zwei- bis vierjährigen Pekinesen Max und Moritz, wie sie von Zellweger benannt wurden, bei der Tierschützerin. Wem sie gehören, sei weiterhin unklar. Zellweger hofft jedoch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Denn sowohl die Vernachlässigung als auch die Aussetzung von Tieren ist strafbar.

Sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, werde sie sich aber dafür einsetzen, dass die Person die Hunde nicht zurückbekommt, so Zellweger. Sie sei aber auf der Suche nach einem anständigen Platz für die Tiere. «Es sollten Menschen sein, die die Hunde respektieren und sie gut pflegen», so Zellweger.

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