Impfpass ab Freitag - So verschärft Italien seine Corona-Regeln
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Impfpass ab FreitagSo verschärft Italien seine Corona-Regeln

Ab Freitag ist ein Nachweis der «drei G» für praktisch alle öffentlich zugänglichen Innenräume Pflicht. Ab September soll dies auch für den ÖV und Bildungseinrichtungen gelten.

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Wer in einem Restaurant drinnen essen möchte, muss entweder einen Impfnachweis, einen 48 Stunden lang gültigen, negativen Corona-Test oder einen Genesungsnachweis vorlegen.

Wer in einem Restaurant drinnen essen möchte, muss entweder einen Impfnachweis, einen 48 Stunden lang gültigen, negativen Corona-Test oder einen Genesungsnachweis vorlegen.

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Dasselbe gilt auch für Schwimmbäder oder Thermen. 

Dasselbe gilt auch für Schwimmbäder oder Thermen.

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Ab September müssen Lehrerinnen und Lehrer, Studierende und Uni-Dozentinnen und Dozenten den drei G  entsprechenden Nachweis bringen.

Ab September müssen Lehrerinnen und Lehrer, Studierende und Uni-Dozentinnen und Dozenten den drei G entsprechenden Nachweis bringen.

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Darum gehts

  • Ab Freitag gelten in Italien neue Corona-Bestimmungen in öffentlich zugänglichen Räumen.

  • In öffentlich zugänglichen Innenräumen wie einem Restaurant ist neu der «Grüne Pass» notwendig.

  • Ab September müssen auch Lehrpersonen und Lernende über einen Nachweis für eines der «drei G» verfügen. Dieser wird dann auch für das Reisen mit den ÖV verlangt.

Im Kampf gegen Corona treten in Italien strengere Regeln in Kraft, die unter dem Namen «Grüner Pass» zusammengefasst sind. Wer ab Freitag in einem Restaurant drinnen essen möchte, ins Museum, in ein Schwimmbad oder eine Therme gehen will, muss entweder einen Impfnachweis, einen 48 Stunden lang gültigen, negativen Corona-Test oder einen Genesungsnachweis vorlegen. Ab September müssen zudem Lehrer, Studenten und Uni-Dozenten entsprechende Nachweise bringen.

Beizer haben eine Kontrollpflicht

Die neuen Regeln ab Freitag gelten auch für Kultur- oder Sportveranstaltungen im Freien oder für Fitnessstudios. Betroffen sind alle Menschen ab zwölf Jahren. Restaurantbetreiberinnen oder Betreiber anderer Unternehmen müssen sich die Nachweise vorzeigen lassen. Wer dagegen verstösst, muss mit Strafen rechnen.

Für die Einreise nach Italien müssen Schweizer Reisende ein Covid-Zertifikat vorweisen. Das EDA weist zudem darauf hin, dass im Land die Regelungen von einer Impfung mit mindestens einer Dosis oder das negative Testergebnis eines PCR-Tests oder Antigen Schnelltest (nicht älter als 48 h) oder die Genesung von COVID-19 innerhalb der letzten 6 Monaten bestätigt, auch für Schweizer Reisende gilt. Das Zertifikat muss in in italienischer, englischer, französischer oder spanischer Sprache vorgelegt werden. Italien führt eine komplette Liste der Aktivitäten und Orte (italienisch), die ein Zertifikat erfordern.

Nachweis auch für den ÖV

Für den Pass reicht in Italien schon eine erste Impfung. Die Corona-Erkrankung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen. Für Hotels oder öffentliche Verkehrsmittel ist kein «Grüner Pass» notwendig.

Ab September gilt der Pass dann neben Schulen auch in Fernzügen und -bussen, auf Fähren oder bei Flügen. Das beschloss das Kabinett am Donnerstagabend.

Die Coronazahlen steigen in Italien derzeit, allerdings nur leicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei um die 60. Mit dem «Grünen Pass» soll nach den Ferien in Schulen Präsenzunterricht dauerhaft möglich sein. Gesundheitsminister Roberto Speranza zufolge sind bis zu 90 Prozent der Lehrer in Italien geimpft. Von der Gesamtbevölkerung sind fast zwei Drittel (62 Prozent) voll geimpft.

Wenn Lehrer den «Grünen Pass» nicht vorweisen, werden sie nach fünf Tagen vom Dienst suspendiert und nicht mehr bezahlt. «In dieser Phase ist es die Entscheidung der Regierung, in den Pass zu investieren, um Schliessungen zu verhindern und die Freiheit zu schützen», sagte Speranza. Allerdings stossen die Regeln auf Widerstand. Immer wieder gibt es Demonstrationen gegen den «Grünen Pass».

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(DPA/pco)

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