Aktualisiert 14.06.2019 12:32

Energy Challenge

So viel CO2 lässt sich mit Homeoffice sparen

Gut für die Umwelt und die Motivation: Arbeiten Büroangestellte vermehrt von zu Hause aus, sinken die CO2-Emissionen und die Produktivität steigt.

von
sts
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Zwischen 2001 und 2018 hat sich gemäss dem Bundesamt für Statistik die Zahl der Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, mehr als vervierfacht und ist von 250'000 auf über eine Million Angestellte und Selbstständigerwerbende angestiegen.

Zwischen 2001 und 2018 hat sich gemäss dem Bundesamt für Statistik die Zahl der Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, mehr als vervierfacht und ist von 250'000 auf über eine Million Angestellte und Selbstständigerwerbende angestiegen.

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Würden zusätzlich 450'000 Berufstätige in der Schweiz einmal pro Woche im Homeoffice statt im Büro arbeiten, müssten sie auf diese Weise laut einer Berechnung der Klimaschutzstiftung My Climate wöchentlich rund 4,5 Millionen Kilometer weniger mit dem Auto und 2,6 Millionen Kilometer weniger im öffentlichen Verkehr zurücklegen.

Würden zusätzlich 450'000 Berufstätige in der Schweiz einmal pro Woche im Homeoffice statt im Büro arbeiten, müssten sie auf diese Weise laut einer Berechnung der Klimaschutzstiftung My Climate wöchentlich rund 4,5 Millionen Kilometer weniger mit dem Auto und 2,6 Millionen Kilometer weniger im öffentlichen Verkehr zurücklegen.

Keystone/Michael Buholzer
Insgesamt könnten so jede Woche 1400 Tonnen CO2 gespart werden. Bei durchschnittlich gut 47 Arbeitswochen pro Jahr würde die jährliche Ersparnis knapp 67'000 Tonnen CO2 entsprechen.

Insgesamt könnten so jede Woche 1400 Tonnen CO2 gespart werden. Bei durchschnittlich gut 47 Arbeitswochen pro Jahr würde die jährliche Ersparnis knapp 67'000 Tonnen CO2 entsprechen.

Keystone/Gaetan Bally

Kaffee trinken, Mails checken und bei schönem Wetter in die Badi? Mit diesem Vorurteil kämpfen Befürworter von Tele-Heimarbeit nach wie vor. Menschen, die ab und zu von zu Hause aus arbeiten können, sind jedoch produktiver, wie zahlreiche Untersuchungen belegen. In der Schweiz ist Homeoffice im Gegensatz zum angelsächsischen Raum in vielen Firmen noch nicht so stark verankert.

Dennoch hat sich zwischen 2001 und 2018 gemäss dem Bundesamt für Statistik die Zahl der Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, mehr als vervierfacht und ist von 250'000 auf über eine Million Angestellte und Selbstständigerwerbende angestiegen. Die Zahl der Personen, die während 50 Prozent der Arbeitszeit oder mehr Tele-Heimarbeit leisten, steigerte sich von rund 30 000 im Jahr 2001 auf zurzeit 138'000 Personen.

Wann macht es Sinn, von zu Hause aus zu arbeiten?

Es könnten jedoch noch mehr Büroangestellte mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten: Projektbezogene Arbeit, bei der nur wenige persönliche Interaktionen mit den Teamkollegen notwendig sind, und Arbeiten, für deren Erledigung höchste Konzentration notwendig ist, können im Homeoffice öfters effizienter erledigt werden.

Würden zusätzlich 450'000 Berufstätige in der Schweiz einmal pro Woche im Homeoffice statt im Büro arbeiten, müssten sie auf diese Weise laut einer Berechnung der Klimaschutzstiftung My Climate wöchentlich rund 4,5 Millionen Kilometer weniger mit dem Auto und 2,6 Millionen Kilometer weniger im öffentlichen Verkehr zurücklegen. Insgesamt könnten so jede Woche 1400 Tonnen CO2 gespart werden. Bei durchschnittlich gut 47 Arbeitswochen pro Jahr würde die jährliche Ersparnis knapp 67'000 Tonnen CO2 entsprechen. Die Zahlen wurden 2010 berechnet. Da die Arbeitswege der Schweizer tendenziell immer länger werden, dürfte das Einsparungspotenzial zurzeit also noch grösser sein.

Arbeitszufriedenheit und Motivation steigern sich

Die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, senkt nicht nur die schweizweiten CO2-Emissionen und spart Energie, sondern erhöht auch die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Angestellten. Sie werden weniger abgelenkt durch redselige Kollegen oder lautstarke Telefongespräche des Büronachbarn, es muss kein Dresscode befolgt werden und der oftmals als Belastung empfundene Arbeitsweg entfällt.

Energy Challenge 2019

Die Energy Challenge ist eine nationale Aktion von Schweizer Unternehmen mit Unterstützung von EnergieSchweiz. Ihr Ziel ist, Energie erlebbar zu machen und die Bevölkerung auf spielerische Weise zum Energiesparen anzuregen. 20 Minuten als Medienpartner beleuchtet die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit Hintergrundberichten, Interviews sowie praktischen Tipps rund um Mobilität, Ernährung, Elektrogeräte, Reisen und energetisches Sanieren. Alle Informationen zur Energy Challenge 2019 und Wettbewerbe mit Preisen im Wert von insgesamt 200'000 Franken gibt es auf der offiziellen App für Android und iOS.

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