Secondhand Day - So viel CO2 sparst du mit Secondhand-Kleidern und -Velos
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Secondhand DaySo viel CO2 sparst du mit Secondhand-Kleidern und -Velos

Am 25. September findet der zweite nationale Secondhand Day statt. Dabei wird gemessen, wie viel CO2 durch Ware aus zweiter Hand an einem Tag gespart wird.

von
Barbara Scherer
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Wer Ware aus zweiter Hand kauft, reduziert den CO2-Ausstoss.

Wer Ware aus zweiter Hand kauft, reduziert den CO2-Ausstoss.

Secondhand Day / Ricardo AG
Denn umso länger Produkte genutzt werden, umso weniger Neuware muss produziert werden. 

Denn umso länger Produkte genutzt werden, umso weniger Neuware muss produziert werden.

Secondhand Day / Ricardo AG
Darauf will der Secondhand Day am 25. September aufmerksam machen.

Darauf will der Secondhand Day am 25. September aufmerksam machen.

Secondhand Day / Ricardo AG

Darum gehts

  • Am 25. September findet der erste nationale Secondhand Day statt.

  • Shops und Werkstätten aus der ganzen Schweiz lancieren dann kreative Verkaufsaktionen.

  • Dabei wird gemessen, wie viel CO2 an dem Tag mit dem Verkauf von Secondhand-Ware eingespart wird.

Jährlich produziert jede Schweizerin und jeder Schweizer 14 Tonnen CO2. Wer Ware aus zweiter Hand kauft, kann diesen Ausstoss einfach reduzieren. Denn umso länger Produkte genutzt werden, umso weniger Neuware muss produziert werden. Dadurch sinkt der CO2-Ausstoss.

Doch in der Schweiz sind zurzeit nur zwei Prozent der gekauften Konsumgüter aus zweiter Hand. Das will der nationale Secondhand Day ändern. Dafür lancieren Secondhandshops und Werkstätten am 25. September schweizweit kreative Verkaufsaktionen.

Es ist der zweite Secondhand Day in der Schweiz. Eingeläutet wird der Tag mit drei Podiumsdiskussionen in Bern, Lausanne und Zürich am Freitagabend. Dort sprechen Produzenten und Expertinnen aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft über ihre Erfahrungen und wie Konsumentinnen und Konsumenten nachhaltiger leben können.

Am Samstag verkaufen dann verschiedene Shops in der ganzen Schweiz Secondhand-Ware. Dabei wird gemessen, wie viel CO2 am Verkaufstag eingespart wird. So haben letztes Jahr 337 Anbieter gemeinsam 1476 Tonnen CO2 eingespart: Das sind etwa so viele Treibhausgase, wie die Stadt Zug täglich produziert.

Dieses Jahr soll doppelt so viel CO2 am Secondhand Day eingespart werden. Ziel ist es, der Schweizer Bevölkerung die Vorteile von Secondhand gegenüber Neuware nahezulegen. Denn Ware aus zweiter Hand ist nicht nur umweltschonend, sondern auch günstiger. Zu den Highlights des Tages gehören diese vier Shops:

Shop verkauft verlorene Ware aus dem ÖV

Velos, Brillen und Ringe: Der Laden «Fundsachenverkauf.ch» verkauft in Zürich Fundgegenstände. Diese stammen aus dem öffentlichen Verkehr und Logistikzentren. Dabei handelt es sich um Ware, die nach der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht nicht vermittelt werden konnte oder nicht abgeholt wurde. Viele Gegenstände werden auch online oder über Ricardo angeboten.

Dieser Veloladen ist auch eine Modeboutique

Der Shop «Zweifach» in Basel ist Veloladen und Modeboutique in einem. Dort werden gespendete Secondhandvelos und -kleider verkauft. Zudem erhalten Kundinnen und Kunden Beratung und können ihre Ware reparieren lassen. Dabei fördern die Spenden den Erhalt von Arbeitsplätzen. Denn im Basler Shop arbeiten auch Menschen mit einer Behinderung.

In diesem Bücherladen dreht sich alles um Musik

Im Rock’n’Roll Buchladen «Bookette» in Bern dreht sich alles um Musik: Dort gibt es Bücher über Musik, solche, die von Musikerinnen und Musikern geschrieben wurden, und Romane, in denen es im weitesten Sinne um Musik geht. Alle Bücher sind Secondhand. Auch können Kundinnen und Kunden ein Bücher-Abo abschliessen, das ein Buch pro Monat beinhaltet und «irren Kram aus langjährigem Musikbloggerinnen-Fundus», wie es auf der Homepage des Shops heisst.

Hier kann man alte Kleider selber anpassen

Das Atelier «The pink sheep» in Zürich näht ausgediente Kleider um oder macht aus den Stoffen etwas komplett Neues. Dabei können die Kundinnen und Kunden ihre alten Kleidungsstücke auch selber reparieren oder aufwerten – unter professioneller Anleitung oder alleine. Wer seine Kleider selber verbessern möchte, kann für zehn Franken pro Stunde eine Nähmaschine mieten. Für alle, die es noch lernen möchten, bietet das Atelier regelmässig Workshops an.

Das ist der Secondhand Day

Am 25. September steigt der zweite nationale Secondhand Day – Gebrauchtes handeln und dabei Ressourcen sparen, statt immer Neues zu kaufen. Die Initiative wurde von Ricardo, Myclimate, Circular Economy Schweiz und 20 Minuten ins Leben gerufen.

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