4,7 Billionen Tonnen – So viel Eis schmolz vor Grönland in den letzten 20 Jahren
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4,7 Billionen TonnenSo viel Eis schmolz vor Grönland in den letzten 20 Jahren

Ein neuer Bericht lässt aufhorchen: Die Masse an Eis, die durch die Erderwärmung in den letzten zwei Jahrzehnten vor Grönland ins Wasser stürzte, ist gigantisch. Dies hat direkte Auswirkungen auf Gebiete in Küstennähe.

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Das Eis vor der Küste Grönlands schmilzt in atemberaubendem Tempo.

Das Eis vor der Küste Grönlands schmilzt in atemberaubendem Tempo.

REUTERS
4,7 Billionen Tonnen stürzten in den letzten 20 Jahren ins Meer.

4,7 Billionen Tonnen stürzten in den letzten 20 Jahren ins Meer.

AFP
Dies haben dänische Forscherinnen und Forscher herausgefunden.

Dies haben dänische Forscherinnen und Forscher herausgefunden.

AFP

Darum gehts

Der Grönländische Eisschild hat in den vergangenen 20 Jahren 4,7 Billionen Tonnen Eis verloren und damit den Meeresspiegel um 1,2 Zentimeter ansteigen lassen. Seit Beginn der Messungen im April 2002 habe der Eisschild 4700 Kubikkilometer Schmelzwasser verloren, teilte Polar Portal, die Dachorganisation dänischer Arktisforschungsinstitute, diese Woche mit. Damit liesse sich die gesamte Fläche der USA einen halben Meter unter Wasser setzen.

Besonders stark schmelze der Eisschild an den Küsten des dänischen Selbstverwaltungsgebiets Grönland, heisst es in der Studie, die auf Daten des amerikanisch-deutschen Satellitenprogramms «Grace» basiert. Insbesondere die Westküste Grönlands sei betroffen.

Gletscher gehen immer schneller zurück

Eine Ende Januar von der US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte Studie führt die beschleunigte Eisschmelze in Küstennähe auf die Erwärmung des Arktischen Ozeans zurück. In der Arktis ist die Erderwärmung besonders alarmierend. In den vergangenen Jahrzehnten schritt sie dort laut den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen drei bis vier Mal so schnell voran wie im weltweiten Durchschnitt.

Laut der Nasa-Studie ziehen sich die grönländischen Gletscher mittlerweile sechs bis sieben Mal schneller zurück als noch vor 25 Jahren. Die Eisschmelze in Grönland ist derzeit der Hauptfaktor für den Anstieg der Ozeane. Klimaforschern und -forscherinnen zufolge enthält der Grönländische Eisschild genug gefrorenes Wasser, um die Pegel der Ozeane um mehr als sieben Meter ansteigen zu lassen.

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(AFP/pme)

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