Vorkochen: So viel Geld sparst oder verlierst du beim Zmittag
Aktualisiert

VorkochenSo viel Geld sparst oder verlierst du beim Zmittag

Selbst gekochte Mittagessen liegen im Trend. Eine Übersicht zeigt, wie gross der finanzielle Profit für Meal Prepper und der Verlust für Auswärtsesser ist.

von
B. Zanni
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Sandrine Cardinale, (21), Studentin, bereitete sich Couscous mit Mango, Zitronengras, Lauch und Karotten zu. Wie viel die Zutaten gekostet haben, weiss sie nicht.

Sandrine Cardinale, (21), Studentin, bereitete sich Couscous mit Mango, Zitronengras, Lauch und Karotten zu. Wie viel die Zutaten gekostet haben, weiss sie nicht.

bz
Ihr Menü könnte rund 3.40 Franken kosten.

Ihr Menü könnte rund 3.40 Franken kosten.

Alexander Rupp, Praktikant (18), kaufte sich einen Rindfleischburger im Restaurant Holy Cow. Kostenpunkt: 9.90 Franken.

Alexander Rupp, Praktikant (18), kaufte sich einen Rindfleischburger im Restaurant Holy Cow. Kostenpunkt: 9.90 Franken.

bz

Zahlreiche Foodblogger schwören auf ein Mittagessen im Tupperware. Dabei spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. 20 bis 30 Franken für eine Poke Bowl zu bezahlen, hält Food-Bloggerin Sylwina für verrückt. «Für 30 Franken kaufe ich eine halbe Gemüseabteilung», sagte sie kürzlich. Tatsächlich fahren Meal Prepper deutlich billiger als Freunde des Restaurants oder des Take-aways.

So viel sparen Meal Prepper:

Sandrine Cardinale (21), Studentin, bereitete sich Couscous mit Mango, Zitronengras, Lauch und Karotten zu. Wie viel die Zutaten gekostet haben, weiss sie nicht. Ihr Menü könnte rund 3.40 Franken kosten. Denn für 100 Gramm Couscous könnten ihre WG-Kollegen, die die Zutaten gekauft haben, beim Grossverteiler rund 80 Rappen bezahlt haben, für 10 Gramm Zitronengras rund 30 Rappen, für 50 Gramm Lauch rund 43 Rappen, für 50 Gramm Rüebli rund 10 Rappen und für eine halbe Mango 1.75 Franken. Ein Taboulé-Salat bei Coop kostet 4.95 Franken.

Michèle Merz (28), Praktikantin, hatte selbst zubereitete Pasta mit Pestosauce zu Mittag. Kostenpunkt: 3 Franken. Im Restaurant würde sie für einen Teller Pasta rund 20 Franken bezahlen, bei einem Take-away rund 10 Franken.

Anielle Peterhans (25) genoss einen Thunfischsalat mit Tomaten, Paprika und Avocado. Kostenpunkt: 3 Franken. Für einen gleichwertigen Fertigsalat müsste sie dafür zwischen sieben und zehn Franken bezahlen.

Eine Studentin (20) teilte mit ihrem Studienkollegen einen Randen-Rüebli-Salat. Kostenpunkt: 0 Franken. «Wir haben zu Hause einen eigenen Garten», erklärt die Studentin. Für einen Fertigsalat vom Grossverteiler müsste sie zwischen fünf und zehn Franken bezahlen. Im Laden oder im Restaurant würde ein Salat gleich viel oder gegen 20 Franken kosten.

Stefan Viliotti bereitete sich Penne mit Pesto rosso, frischen Tomaten und Crème fraîche zu. Für mehrere Portionen habe er knapp 10 Franken bezahlt. Eine Portion Fertigpasta kostet im Grossverteiler zwischen drei und fünf Franken, während klassische Restaurants rund 20 Franken verlangen.

So viel verlieren Auswärtsesser:

Laura Müller (26), Einkaufsassistentin, kaufte sich im Sprüngli einen Linsensalat. Kostenpunkt: 8.50 Franken.

Kostenpunkt als Meal Prepper: 5.20 Franken

Im Laden erhält man 38 Gramm Linsen für 1.12 Franken, 125 Gramm Zucchetti für 35 Rappen, 100 Gramm Karotten für 45 Rappen, 40 Gramm Pinienkerne für 2.76 Franken, 3,5 Milliliter Essig für 0.006 Franken, 2 Milliliter Öl für 0.02 Franken, Frühlingszwiebeln für 23 Rappen und etwas Schnittlauch für 30 Rappen.

Alexander Rupp, Praktikant (18), kaufte sich einen Rindfleischburger im Restaurant Holy Cow. Kostenpunkt: 9.90 Franken.

Kostenpunkt als Meal Prepper: 3.60

Beim Grossverteiler erhielte er die Zutaten für 2.30 Franken (1 Stück Rindsburger), 38 Rappen (1 Hamburgerbrötli), 20 Rappen (ein paar Blätter Eisbergsalat), 27 Rappen (19 Gramm Sandwichgurken) und 46 Rappen (100 Gramm Rispentomaten).

Der Student, der vom Salat seiner Kollegin profitieren konnte, kaufte sich noch ein Brötchen. Kostenpunkt: 2.95 Franken.

Kostenpunkt als Meal Prepper: 35 Rappen

Beim Grossverteiler kosten rund 50 Gramm Mehl 0.06 Franken, 1,2 Gramm Meersalz 0.003 Franken, 4,2 Gramm Hefe 30 Rappen.

Stefano Hildebrand, Lagerist (28), hat in der Pasta Station in Zürich eine Portion Spaghetti Carbonara gegessen. Kostenpunkt: 14 Franken.

Kostenpunkt als Meal Prepper: 2.30 Franken

Beim Grossverteiler hätte er sich die Zutaten für 16 Rappen (37,5 Gramm Spaghetti), 1 Rappen (37,5 Gramm Speckwürfel) ,0.001 Franken (0,25 Gramm Zwiebeln), 70 Rappen (25 Gramm Parmesan), 50 Rappen (0,75 Deziliter Rahm), 83 Rappen (1 Ei), 0.0002 Franken (0,24 Gramm Salz), 0.02 Franken (0,1 Gramm Muskat), 0.07 Franken (0,3 Gramm Pfeffer).

Die erwähnten Produktepreise stammen von Coop und Migros. Allerdings: Zu berücksichtigen ist, dass die Zutaten meist in grösseren Verpackungen angeboten werden. Bei Vorkochern, die nicht clever vorausplanen und Lebensmittel wegwerfen müssen, sieht die Bilanz weniger gut aus. Und: auch Zeit ist Geld.

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