4000 Franken im Jahr: So viel kostet ein Hund pro Jahr in der Schweiz
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4000 Franken im JahrSo viel kostet ein Hund pro Jahr in der Schweiz

Hunde sind nicht günstig: Im ersten Jahr müssen Besitzer mit mindestens 2000 Franken rechnen. Wer seinem Vierbeiner mehr als Futter und Tierarztbesuche bieten will, muss aber mit bis zu 4000 Franken im Jahr rechnen.

von
Barbara Scherer
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In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Haustieren gestiegen.

In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Haustieren gestiegen.

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Gerade Hunde gelten als treue Begleiter und helfen vielen Menschen durch schwierige Zeiten.

Gerade Hunde gelten als treue Begleiter und helfen vielen Menschen durch schwierige Zeiten.

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Doch ein Hund kostet einiges. 

Doch ein Hund kostet einiges.

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Darum gehts

  • In der Krise stieg die Nachfrage nach Haustieren.
  • Das muss man sich leisten können: Ein Hund kostet mindestens 2000 Franken jährlich.
  • Wer dem Vierbeiner mehr bieten will, gibt sogar bis zu 4000 Franken aus.

Ein Hund gehört für viele zur Familie. Die Vierbeiner gelten als treuer Begleiter des Menschen und helfen durch schwierige Zeiten. Die Corona-Krise hat den Wunsch nach einem Haustier bei vielen Schweizern verstärkt. Das zeigt die erhöhte Nachfrage bei Tierschutzorganisationen und Tierheimen.

Doch wer sich einen Hund anschaffen will, sollte zuerst über seine Finanzen gehen. Denn die Vierbeiner kosten im ersten Jahr durchschnittlich mindestens 2000 Franken, wie das Dienstleistungsportal Prontopro.ch in einer Mitteilung schreibt. Für jedes weitere Jahr müssen Hundebesitzer mit 900 Franken rechnen.

65 Franken pro Monat allein fürs Futter

Bei der Anschaffung fallen die meisten Kosten an. Zusätzlich zum Kaufpreis müssen Besitzer einen obligatorischen Mikrochip, das gesetzlich vorgeschriebene Hundetraining, Impfungen und erste tierärztliche Untersuchungen zahlen.

Zudem muss eine Hundesteuer bezahlt werden. Diese kostet je nach Region zwischen 75 und 160 Franken im Jahr. Den grössten Kostenpunkt macht das tägliche Futter aus, mit 780 Franken jährlich – das sind 65 Franken jeden Monat.

Friseur und Hundesitter gehören auch dazu

Bei diesen Kosten handle es sich aber nur um das Minimum. «Viele Schweizer investieren deutlich mehr in ihren Liebling», heisst es weiter. So gehen die meisten Hunde mindestens zweimal im Jahr zum Hundefriseur für je 70 Franken.

Die Fortsetzung des Hundetrainings kostet im Jahr weitere 400 Franken. Da viele ihren Vierbeiner nicht zur Arbeit mitnehmen können, muss ein Hundesitter bezahlt werden. Im Schnitt zahlen Hundebesitzer dafür pro Stunde rund 17 Franken. Bei zwei Stunden pro Woche sind das jährlich 1768 Franken.

Damit wirft ein Hund in der Schweiz im ersten Jahr pro Monat 365 Franken auf. Die Kosten belaufen sich damit jährlich auf fast 4000 Franken. «Danach wird es mit 3198 Franken ein wenig günstiger.»

Bei Haustieren wird in Krise nicht gespart

In der Corona-Krise müssen viele Schweizer wegen Kurzarbeit oder Jobverlust finanzielle Einbussen machen. Bei den Kosten für ihre Haustiere sparen die Schweizer darum aber nicht: Die Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen sei selbst während des Lockdown nicht gesunken.

Die teuersten Hunderassen

Hunde kosten bereits bei der Anschaffung unterschiedlich viel. Normalerweise werden Welpen für 500 und 1500 Franken verkauft. Doch für gewisse Hunderassen muss man richtig tief ins Portemonnaie greifen: So kostet ein Chow-Chow umgerechnet zwischen 2100 und 9100 Franken, wie «Extratipp.com» schreibt. Damit landet die chinesische Hunderasse aber erst auf Platz 5 der teuersten Hunde. Eine englische Bulldogge gibts für zwischen 2100 und 9700 Franken. Auf Platz 3 landet die sibirische Rasse Samojede: Der Preis für einen Welpen beträgt etwa 11’800 Franken. Der aus England kommende Cavalier King Charles Spaniel ist mit bis zu 15’000 Franken die zweitteuerste Hunderasse. Am teuersten sind Schäferhunde: Ein Welpe kann über 20’000 Franken kosten. Dabei ist der Schäferhund in einigen Kantonen als Listenhund eingetragen und darf nur unter bestimmten Auflagen gehalten werden.

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