Prämienanstieg: So viel mehr zahlen Sie für Ihre Krankenkasse

Aktualisiert

PrämienanstiegSo viel mehr zahlen Sie für Ihre Krankenkasse

Der Prämienhammer schlägt wieder zu: Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr um durchschnittlich 11 Prozent. Besonders hart trifft es die Kantone Uri, Obwalden, Appenzell Ausserrhoden und Graubünden. Besser sieht es im Kanton Genf aus – was die Versicherten nur bedingt erfreut.

von
ann

Schweizweit steigen die Prämien auf das nächste Jahr hin durchschnittlich um 11 Prozent. Die Unterschiede zwischen den kantonalen Prämienaufschlägen sind jedoch massiv: In den Kantonen mit den höchsten Aufschlägen ist der Prämienanstieg 2,5-mal so gross wie in den Kantonen mit den geringsten Aufschlägen. Dies zeigt eine Analyse des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch, dem die provisorischen Prämien von 54 Krankenkassen vorlagen.

Tiefste Prämienzahler mit höchstem Anstieg

In Uri, Obwalden, Appenzell Ausserrhoden und Graubünden steigen die Prämien mit durchschnittlich 16 Prozent am stärksten. Ebenfalls überdurchschnittlich werden die Prämien im Baselland, Bern, Schwyz und Luzern erhöht (jeweils 14 Prozent). Am tiefsten sind die Prämienerhöhungen in den Kantonen Genf (6 Prozent) sowie Tessin und Neuenburg (je 7 Prozent). Nur leicht höher ist mit 9 Prozent der Prämienanstieg im Kanton Waadt.

In vielen Kantonen mit tiefen Prämienanstiegen können sich die Versicherten allerdings nur beschränkt freuen. So gehören die Krankenkassenprämien in Genf und Tessin bereits zu den höchsten der ganzen Schweiz. Auch der verhältnismässig geringe Anstieg wird daran nichts ändern. Umgekehrt verhält es sich in den Kantonen mit den grössten Prämienerhöhungen wie Obwalden, Appenzell Ausserrhoden und Uri, dort zahlen die Versicherten auch weiterhin vergleichsweise tiefe Prämien.

Tessin bezog keine höheren Leistungen

Gründe für die unterschiedlichen Prämienanstiege dürften die kantonale Reservensituation und die Kostenentwicklung in den jeweiligen Kantonen sein. Genf hatte beispielsweise in den vergangenen Jahren die höchste kalkulatorische Reservenquote, Obwalden, Uri und Appenzell Ausserrhoden eine sehr tiefe. Und im Tessin sind gemäss der aktuellen Statistik des Bundesamts für Gesundheit die von den Krankenkassen bezahlten Leistungen im letzten Jahr kaum gestiegen.

Aufschläge bei den Krankenkassenprämien 2010 nach Kantonen

Uri 16%

Obwalden 16%

Appenzell Ausserrhoden 16%

Graubünden 16%

Baselland 14%

Bern 14%

Schwyz 14%

Luzern 14%

St. Gallen 13%

Solothurn 13%

Aargau 13%

Glarus 13%

Zug 13%

Appenzell Innerrhoden 12%

Wallis 12%

Nidwalden 12%

Zürich 11%

Schaffhausen 11%

Jura 11%

Freiburg 10%

Basel-Stadt 10%

Thurgau 10%

Waadt 9%

Neuenburg 7%

Tessin 7%

Genf 6%

Gesamte Schweiz 11%

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