Krankenkasse - So viel Prämie zahlst du nächstes Jahr in deinem Kanton
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Krankenkasse So viel Prämie zahlst du nächstes Jahr in deinem Kanton

Die Krankenkassen haben bei ihren Reserven zugelangt und senken erstmals seit 2008 die Prämien. Basler zwischen 19 und 25 Jahren können am meisten bei der Krankenkasse sparen.

von
Fabian Pöschl
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Die Krankenkassenprämien sinken erstmals seit 2008. Je nach Kanton gibt es aber grosse Unterschiede:

Die Krankenkassenprämien sinken erstmals seit 2008. Je nach Kanton gibt es aber grosse Unterschiede:

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Uri: Prämien steigen im Schnitt um 0,5 Prozent.

Uri: Prämien steigen im Schnitt um 0,5 Prozent.

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Nidwalden: Prämien steigen im Schnitt um 0,9 Prozent.

Nidwalden: Prämien steigen im Schnitt um 0,9 Prozent.

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Darum gehts

  • Im Schnitt zahlen Konsumentinnen und Konsumenten 1,3 Prozent weniger Prämien im Jahr 2022.

  • In Basel-Stadt sinkt die Prämie am stärksten.

  • In Obwalden ist der Prämienanstieg am grössten.

Zum ersten Mal seit 2008 sinken die Krankenkassenprämien nächstes Jahr deutlich. Die mittlere Prämie liegt schweizweit 0,2 Prozent tiefer. Weil einige Krankenkassen zudem Reserven in Höhe von rund 380 Millionen Franken abbauen, sinkt die Prämienlast insgesamt durchschnittlich um 1,3 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilt.

Auch künftig sind tiefere Prämien möglich. Der Bundesrat hat die Krankenkassen angewiesen, auch in den kommenden Jahren Reserven abzubauen. Diese haben in den vergangenen Jahren ein dickes Polster von elf Milliarden Franken angehäuft. Dank diesem waren die Corona-Folgen bisher auch noch kein Grund für eine Prämienerhöhung.

Die mittlere Prämie für junge Erwachsene von 19 bis 25 Jahren beträgt 263.80 Franken. Das ist ein Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Über-26-Jährigen sinds 373.80 Franken und bei Kindern 99.60 Franken, was jeweils einem Rückgang um 0,3 Prozent entspricht.

Obwaldner legen am meisten drauf

Je nach Kanton entwickeln sich die Prämien sehr unterschiedlich. Die Bewohnerinnen und Bewohner von insgesamt 14 Kantonen dürfen sich über monatlich tiefere mittlere Prämien freuen. In zwölf Kantonen beträgt der Rückgang aber nur 0,1 bis 0,9 Prozent (BE, BL, FR, GR, JU, NE, SZ, TI, VD, VS, ZG, ZH). Am grössten ist die Ersparnis in Genf (minus 1,5 Prozent) und Basel-Stadt (minus 2,1 Prozent.)

In zwölf Kantonen steigen die monatlich mittleren Prämien, bei den meisten aber um weniger als ein Prozent (AG, AI, AR, LU, NW, SG, SH, SO, TG, UR). Nur in den Kantonen Glarus (plus 1,1 Prozent) und Obwalden (plus 1,4 Prozent) ist es mehr.

Corona-Folgen noch unklar

Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Gesundheitskosten und damit auf die Prämien der Versicherten hat, ist laut dem Bundesamt für Gesundheit noch nicht abzusehen. Der Bundesrat will Ende 2022 einen Bericht dazu veröffentlichen.

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