Aktualisiert 23.03.2007 16:31

So viel Schnee gabs im ganzen Winter nicht

Im Raum Zürich und in der Region Bern hat es bis am Freitagmorgen mehr Schnee gegeben als im ganzen vergangenen Winter. Zürich brach mit 22 Zentimetern Neuschnee innert 24 Stunden sogar seinen Rekord für eine zweite Märzhälfte.

Solch eine Tagesmenge Schnee habe es an der Limmat gegen Ende März noch nie gegeben, und den ganzen Winter hindurch sei keine solche Tagesmenge gefallen, sagte Stephan Bader, Klimatologe bei MeteoSchweiz, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Schneefälle im März sind für Zürich und die Schweiz allgemein keine Seltenheit. In der ersten Märzhälfte 2006 war in Zürich gar die exorbitante Tagesmenge von 56 Zentimetern gefallen. Dafür ging damals Bern schneemässig fast leer aus. Die heftigen Schneefälle hielten sich an die Ostschweiz.

In Bern massen die Meteorologen von Donnerstag 7 Uhr bis zur gleichen Uhrzeit am Freitag 13 Zentimeter Neuschnee. In Delsberg fielen 15, auf dem Zürichberg 25 und in St. Gallen und Appenzell bis 20 Zentimeter.

Bader muss in den Annalen weit zurückgehen, um ähnliche Werte für die Jahreszeit zu finden. Am 17. März 1939 verzeichnete Bern eine Tagesmenge von 15 Zentimeter Neuschnee, am 23. März sogar 21 Zentimeter. Sonst blieb es aber in den zweiten Hälften des März weitherum bei unter zehn Zentimetern im Flachland, konstatierte Bader.

Lokal begrenzte Schneefälle

Interessant ist für den Klimatologen bei den aktuellen Schneefällen deren Verteilung. Schon am oberen Zürichsee sei viel weniger Schnee gefallen. Auch im Bernischen seien die Schneefälle lokal geblieben. Das sei auf die komplexe Lage des Tiefs über Deutschland zurückzuführen.

Für den Klimatologen ist Schnee im März normal. Durch die bereits merklich erwärmte Luft sei der März als Niederschlagsmonat prädestiniert. Noch im April müsse mit Schneefällen bis ins Flachland hinunter gerechnet werden.

1975 etwa sei im Gotthardgebiet der «Lawinenwinter» erst im April angebrochen. Und alle 20 bis 40 Jahre könne es in den Niederungen selbst im Juni noch schneien. Die Häufigkeit dieses Phänomens dürfte gemäss Bader mit der Klimaerwärmung aber zurückgehen.

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