On-Co-CEO Marc Maurer - So viel Schweiz steckt nach dem Börsengang in New York noch in On
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On-Co-CEO Marc MaurerSo viel Schweiz steckt nach dem Börsengang in New York noch in On

Börsengang an der Wallstreet und trotzdem eine Schweizer Firma bleiben? Im Interview sagt On-Co-CEO Marc Maurer, warum das kein Widerspruch ist und wie er den Aktienstart auf dem Podium der New Yorker Börse erlebte.

von
Fabian Pöschl
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Marc Maurer, Co-CEO von On, spricht über den Börsengang der Schweizer Sneaker-Firma in New York.

Marc Maurer, Co-CEO von On, spricht über den Börsengang der Schweizer Sneaker-Firma in New York.

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Am Mittwoch kam das On-Team mit 100 Läuferinnen und Läufern an die Wallstreet zum Börsengang.

Am Mittwoch kam das On-Team mit 100 Läuferinnen und Läufern an die Wallstreet zum Börsengang.

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Die Schweizer Firma will sich an der New Yorker Börse frisches Kapital holen. Jetzt wird sie mit 7.3 Milliarden Dollar bewertet.

Die Schweizer Firma will sich an der New Yorker Börse frisches Kapital holen. Jetzt wird sie mit 7.3 Milliarden Dollar bewertet.

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Darum gehts

  • On hat am Mittwoch den Börsengang in New York hingelegt.

  • Die Gründer des Schweizer Sneaker-Herstellers wollen im Unternehmen bleiben.

  • Der Co-CEO kündigt im Interview neue Roger-Schuhe an.

Die Schweizer Sneaker-Firma On ist am Mittwoch an der New Yorker Börse gestartet. Co-CEO Marc Maurer läutete gemeinsam mit den Firmengründern Olivier Bernhard, David Allemann und Caspar Coppetti den Börsengang ein. Die Firma hat nun einen Börsenwert von 7.3 Milliarden Dollar.

Auf dem Podium an der Wallstreet kamen die Emotionen hoch, wie Maurer im Interview mit 20 Minuten sagt. Über den Geldsegen spricht er nicht. Dem Unternehmen wollen er und die Firmengründer noch lange erhalten bleiben.

Wie viel haben Sie und die drei On-Gründer mit dem Börsengang verdient?

Es geht uns nicht ums Geld. Wir wollen mit unseren Produkten möglichst vielen Leuten auf der ganzen Welt zur Bewegung verhelfen.

Was machen die On-Gründer nun, verkaufen sie die Aktien und geniessen das Leben?

Nein, es gibt überhaupt keine Pläne, jemals aus dem Unternehmen auszusteigen und wir haben unglaublich viel Spass an der Arbeit. Die drei Unternehmensgründer sowie Co-CEO und Finanzchef Martin Hoffmann und ich besitzen spezielle Stimmrechtsaktien, mit denen wir die Firma langfristig mitgestalten möchten.

Wie viel Schweiz steckt jetzt noch in On an der New Yorker Börse?

Sehr viel, wir haben über 400 Mitarbeitende in der Schweiz, hier geschieht die Produktentwicklung und hier ist unser Herz. Wir sind stolz, dass wir Schweizer Design und Kultur in die Welt tragen können. Dank der New Yorker Börse bekommen wir dafür noch mehr Aufmerksamkeit.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Roger Federer?

Sehr gut, Roger wurde auch ein guter Freund von uns. Er arbeitet viel in der Produktentwicklung und verbringt viel Zeit mit dem Team. Das Resultat sieht man in der Roger-Kollektion.

Kommt bald ein neuer Federer-Schuh?

Wir entwickeln den Roger-Schuh wie alle On-Produkte konstant weiter. Aber unsere Kundinnen und Kunden dürfen sich auf viele neue Produkte von uns freuen, auch im Bereich Roger.

Warum war Roger Federer nicht an der Börsen-Eröffnung?

Weil er momentan verletzt ist. Roger konzentriert sich sehr stark darauf, On in der Schweiz zu begleiten und zum Erfolg beizutragen.

Wie ist Ihr Fazit zum Börsenstart?

Es war sehr emotional für mich und das Team auf dem Podium der New Yorker Börse. Wir haben aus der Schweiz heraus eine Bewegung kreiert, an der Millionen Kundinnen und Kunden Freude haben. Das ist ein riesiger Ansporn für uns.

Von früheren Sportlern gegründet

On ist ein Zürcher Sportschuhhersteller mit Sitzen in Zürich, Portland, Berlin, Yokohama und Shanghai. Das Unternehmen wurde von ehemaligen Sportlern rund um Ironman-Sieger und Weltmeister Olivier Bernhard und Ingenieuren gegründet. Aus dem Startup in einer Garage in Zollikon ZH wird innert fünf Jahren eine internationale Marke. Seit 2019 ist Roger Federer Mitbesitzer von On. Wie viel Geld Federer in das Unternehmen gesteckt hat, ist nicht bekannt. Branchenkennerinnen und -kenner gehen von 50 bis 100 Millionen Franken aus. Leisten kann er es sich: Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» schätzt sein Vermögen auf 500 bis 600 Millionen Franken.

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