08.02.2018 06:55

Nokia 2So viel Smartphone gibt es für 119 Franken wirklich

Die Top-Geräte vieler Hersteller kosten über 1000 Franken. Das Nokia 2 ist zehnmal günstiger. Doch wie schlägt sich das Budget-Handy im Alltag.

von
tob
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Das Nokia 2 schont das eigene Portemonnaie: Das Smartphone ist in der Schweiz für 119 Franken zu haben.

Das Nokia 2 schont das eigene Portemonnaie: Das Smartphone ist in der Schweiz für 119 Franken zu haben.

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Die Rückseite aus Plastik kann ohne Werkzeug demontiert werden. Macht man das, hat man Zugriff auf zwei SIM-Slots und einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, um den Speicherplatz zu erweitern. Schade: Der Akku kann nicht ohne Werkzeug ausgetauscht werden.

Die Rückseite aus Plastik kann ohne Werkzeug demontiert werden. Macht man das, hat man Zugriff auf zwei SIM-Slots und einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, um den Speicherplatz zu erweitern. Schade: Der Akku kann nicht ohne Werkzeug ausgetauscht werden.

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Ein gerne gesehenes Detail: Das Nokia 2 hat einen herkömmlichen Kopfhöreranschluss.

Ein gerne gesehenes Detail: Das Nokia 2 hat einen herkömmlichen Kopfhöreranschluss.

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Das neue Nokia 2 kostet gerade mal 119 Franken. Für den Preis erhält man alles, was man von einem aktuellen Handy erwartet. Ein Display mit fünf Zoll, Kopfhöreranschluss, Dual-SIM-Slot und eine Kamera für Selfies sowie eine auf der Rückseite.

Allerdings sollte man die eigene Erwartungshaltung ein wenig an das Gerät anpassen. Im Smartphone steckt ein Snapdragon 212. Der Prozessor ist ein Relikt aus dem Jahr 2015. Sein Tempo lässt sich nicht schönreden.

Need for Speed!

Einige Apps öffnen sich nur unter Stottern, das Multitasking auf dem Gerät ist träge. Das Nokia 2 ist nicht nur zehnmal günstiger als ein Top-Modell der Konkurrenz, sondern auch gut zehnmal langsamer, wie unsere Messung zeigt. Zugegeben, fair ist dieser Quervergleich natürlich nicht. Die Geschwindigkeit des Nokia 2 reicht immerhin aus, um den Alltag zu bestreiten.

Punkten kann das Gerät hingegen beim Akku. In dem Handy steckt eine Batterie mit 4100 mAh, sprich ein deutlich grösserer Stromspeicher als in vielen anderen Smartphones. Der Hersteller nennt eine Laufzeit von zwei Tagen. Unser Test zeigt: Das ist durchaus realistisch. Beim Aufladen nimmt es das Handy aber gemächlich. In einer halben Stunden lädt es rund zehn Prozent.

Speicherplatz? Mangelware!

8 GB Speicherplatz bietet das Gerät. Nimmt man es in Betrieb, so bleiben davon noch 3,7 GB – den Rest belegt das Betriebssystem. Das macht aber nichts: Per Micro-SD-Karte ist der Speicherplatz im Handumdrehen erweiterbar.

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Der HD-Bildschirm kommt zwar nicht an die hochauflösenden Alternativen der Konkurrenz heran, bietet aber für die Preisklasse eine gute Anzeige. Sogar bei direkter Sonneneinstrahlung ist er noch gut zu lesen. Die Kamera liefert eher dunkle Fotos, und die Resultate der Selfie-Kamera sind ebenfalls eher schummrig. Für den gelegentlichen Schnappschuss reicht die Qualität aber aus.

Auch bei der Konnektivität gibt es einige Abstriche: Das Handy ist zwar LTE-fähig (4G), das maximale Tempo ist aber auf 150 MBit/s begrenzt. NFC hat das Gerät ebenfalls nicht mit an Bord.

Pluspunkt: Schnelle Updates

Die Ausstattung des Nokia 2 liest sich auf dem Papier zwar eher wie die Eckdaten einer Smartwatch, doch für unter 120 Franken kann man wenig sagen. Auch sieht die Zukunft rosig aus. Die Chancen stehen gut, dass das Gerät flotter wird. Wie das? Google veröffentlicht demnächst ein System, das extra auf solche Geräte wie das Nokia 2 ausgelegt ist. Das Smartphone soll damit schneller laufen und mehr Speicherplatz bieten. Laut HMD Global, dem Hersteller des Nokia 2, wird das Gerät das entsprechende Update mit Android 8.1 erhalten. Dass Nokia zeitnah Android-Updates ausspielt, ist neben dem Preis der grösste Pluspunkt des 2.

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