Aktualisiert 07.02.2020 19:08

Vor «Match in Africa»So viel Südafrika steckt in Roger Federer

Am Freitag bestreitet der Schweizer in Kapstadt gegen Rafael Nadal das «Match in Africa 6». Seine Vorfreude ist riesig.

von
rom
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Reges Interesse für Roger Federer nach seiner Ankunft in Kapstadt.

Reges Interesse für Roger Federer nach seiner Ankunft in Kapstadt.

Keystone/Nic Bothma
Der Schweizer spricht über das «Match in Africa» gegen Rafael Nadal, das am Freitag stattfindet.

Der Schweizer spricht über das «Match in Africa» gegen Rafael Nadal, das am Freitag stattfindet.

Keystone/Nic Bothma
Auch im Land, wo er in seiner Kindheit oft in den Ferien weilte, ist Federer ein Superstar.

Auch im Land, wo er in seiner Kindheit oft in den Ferien weilte, ist Federer ein Superstar.

Keystone/Nic Bothma

In einem Interview mit den Online-Plattformen von Tamedia erzählt Roger Federer von seiner Verbindung zu Südafrika. Der Schaukampf zugunsten seiner Stiftung, der vor der Rekordkulisse von 52'000 Zuschauern stattfinden wird, liege ihm sehr am Herzen (Freitag, 19.15 Uhr, SRF2). Gerne schaut er auf seine Kindheit zurück, in der er regelmässig Zeit mit der Familie im Land seiner Mutter verbrachte.

«Wir verbrachten die Sommerferien stets in Südafrika, besuchten Familienmitglieder überall im Land, machten Ausflüge», sagte er im Interview. Deshalb fühle er sich sehr verbunden mit diesem Land. Es sei jedes Mal ein spezielles Gefühl, wenn er dort ankomme. Er fühle sich generell sehr wohl auf dem afrikanischen Kontinent.

Eher Schweizer

Federer hat nebst der Schweizer auch die südafrikanische Nationalität. Zu welchem Land er sich mehr hingezogen fühlt? «In meinem Inneren spüre ich eine grosse Verbindung zu Südafrika. Aber ich bin doch viel mehr Schweizer.» Er wisse, welchem Land er alles zu verdanken habe, «trotzdem freue ich mich wie eine kleines Kind, wenn Südafrika die Rugby-WM gewinnt.» Es sei schwer zu sagen, wie viel Südafrika in seinem Charakter stecke. Es sei wie die Frage, wie viel von Vater oder Mutter in ihm stecke. «Ein bisschen von beiden.»

Bei seinem Trip werden viele Kindheitserinnerungen wach, entsprechend gross ist Federers Vorfreude. «Ich werde viele Familienmitglieder treffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.» Deshalb gebe es am Tag nach dem «Match in Africa 6» ein grosses Fest, an dem alle zusammenkommen. «Ich freue mich riesig aufs Wiedersehen.»

Leben mit der Kritik

Viel Kritik erntete Federer für seine Südamerikatournee im November. «Es ging darum, den Leuten eine Freude zu machen, die sonst kaum Livetennis sehen.» Auf den Vorwurf, in ärmeren Ländern Geld abzukassieren, reagierte er wie folgt: «Das Geld, das ich verdiene, fliesst zurück in die Stiftung.» Je mehr er verdiene, desto mehr könne er abgeben. Mit der Kritik müsse er umgehen können. «Manchmal muss ich auch sagen können: Sorry, ist mir egal, was sie sagen. Ich war nicht auf einem politischen Trip.»

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