Bundesrats-Lohn: So viel verdienen die neuen Bundesräte
Aktualisiert

Bundesrats-LohnSo viel verdienen die neuen Bundesräte

Während Simonetta Sommaruga als Bundesrätin mehr verdient, muss Kollege Johann Schneider-Ammann eine Lohneinbusse in Kauf nehmen. Auf ein schönes Ruhegehalt dürfen sich die abtretenden Bundesräte freuen.

Für die neuen gibt es mehr als nur Blumen: 430 000 Franken Bruttolohn und eine Repräsentationszulage von 30 000 Franken gibt es für die Johann Schneider-Ammann und Simonetta Sommaruga.

Für die neuen gibt es mehr als nur Blumen: 430 000 Franken Bruttolohn und eine Repräsentationszulage von 30 000 Franken gibt es für die Johann Schneider-Ammann und Simonetta Sommaruga.

Der Bundesrat wird jünger, aber nicht günstiger: Mit der Wahl von Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann sinkt das Durchschnittsalter in der Landesregierung von bisher 58 Jahren und 5 Monaten auf etwas mehr als 55 Jahre (siehe Infobox).

Günstiger sind die neuen und jüngeren Bundesräte allerdings nicht: Neben rund 430 000 Franken Bruttolohn bekommen Johann Schneider-Ammann und Simonetta Sommaruga eine nicht steuerpflichtige Repräsentationszulage von 30 000 Franken.

Für die Konsumentenschützerin und SP-Politikerin Simonetta Sommaruga ist dies mehr als bisher: Die Berner Ständerätin gab an, 2009 zusammen mit ihrem Mann ein Einkommen von 120 000 Franken und ein Vermögen von 610 000 Franken versteuert zu haben.

Johann Schneider-Ammann als Mitinhaber eines Unternehmens mit Milliardenumsatz wird dagegen wohl mit weniger Lohn auskommen müssen als bisher. Sein Vermögen schätzt das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» auf 500 bis 600 Millionen Franken.

Sommaruga nimmt die Wahl an

Ein Chauffeur, zwei Dienstwagen

Johann Schneider-Ammann nimmt die Wahl an

Wie ihre Kolleginnen und Kollegen haben Sommaruga und Schneider-Ammann Anspruch auf einen Chauffeur und zwei Dienstwagen. Ein Fahrzeug kann sowohl für dienstliche als auch für private Zwecke verwendet werden. Es steht auch dem Partner oder der Partnerin zur Verfügung. Die Autos dürfen alle vier Jahre oder beim Kilometerstand 100 000 ausgewechselt werden.

Die Demissionäre Hans-Rudolf Merz und Moritz Leuenberger erhalten ein Ruhegehalt in der Höhe des halben Lohnes, das heisst rund 215 000 Franken. Erzielen sie weiterhin ein Erwerbs- und Ersatzeinkommen, das zusammen mit dem Ruhegehalt die frühere Besoldung übersteigt, wird das Ruhegehalt um den überschiessenden Betrag gekürzt. (sda)

Calmy-Rey ist neu die älteste Bundesrätin

Mit bald 68 Jahren war der abtretende Hans-Rudolf Merz das älteste Mitglied der Landesregierung, Moritz Leuenberger bringt es immerhin auf 64 Lenze. Dagegen nehmen sich Schneider-Ammann mit 58 Jahren und 7 Monaten und Simonetta Sommaruga mit 50 Jahren und 4 Monaten geradezu jung aus.

Nun ist Micheline Calmy-Rey mit 65 Jahren ältestes Mitglied des Bundesrats. Im Alters-Ranking folgen ihr Ueli Maurer mit 59 Jahren, Eveline Widmer-Schlumpf mit 54 Jahren und Didier Burkhalter mit 50 Jahren. Die Jüngste im Bunde ist derzeit Doris Leuthard mit 47 Jahren.

Den Allzeit-Altersrekord hält noch immer der Freisinnige Adolf Deucher: Er starb 1912 mit über 81 Jahren im Amt, das er mit 52 Jahren angetreten hatte. Als Jüngster in der 161-jährigen Geschichte des Bundesstaates liess sich der Neuenburger Numa Droz 1875 mit 31 Jahren in den Bundesrat wählen.

Kurz vor ihrem 35. Geburtstag standen Jakob Stämpfli 1854 und - als Drittjüngste - Metzler 1999. Ausser Metzler wurde im 20. Jahrhundert nur gerade der 39-jährige Marcel Pilet-Golaz (1928) im Alter unter 40 in den Bundesrat gewählt.

Den Altersrekord bei Amtsantritt hält Gustave Ador, der 1917 mit 71 Jahren in den Bundesrat gewählt wurde. An zweiter Stelle folgt mit 65 Jahren Joseph Escher (1950), an dritter mit 63 Jahren Christoph Blocher (2003).

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