Lohnbuch 2021 - So viel verdienen die Schweizerinnen und Schweizer in ihren Berufen
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Lohnbuch 2021So viel verdienen die Schweizerinnen und Schweizer in ihren Berufen

Metzger, Buchhändler, Chefärztin: Das Lohnbuch zeigt bei Tausenden von Berufen, wo man viel oder wenig verdient.

von
Janine Gloor
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Nach dem Studium verdient eine Apothekerin 7355 Franken, ab 40 Jahren und 15 Dienstjahren sind es 8604 Franken.
Apothekerin oder Apotheker

Nach dem Studium verdient eine Apothekerin 7355 Franken, ab 40 Jahren und 15 Dienstjahren sind es 8604 Franken.

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Im ersten Berufsjahr nach vierjähriger Lehre verdient ein Automechaniker in der Grossregion Zürich 4600 Franken.
Automechanikerin und Automechaniker EFZ

Im ersten Berufsjahr nach vierjähriger Lehre verdient ein Automechaniker in der Grossregion Zürich 4600 Franken.

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Gemäss GAV verdient eine Assistenzärztin in der Grossregion Zürich zuerst 7356 Franken, ab dem dritten Dienstjahr sind es 8076 Franken.
Assistenzärztin oder Assistenzarzt

Gemäss GAV verdient eine Assistenzärztin in der Grossregion Zürich zuerst 7356 Franken, ab dem dritten Dienstjahr sind es 8076 Franken.

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Darum gehts

  • Das neue Lohnbuch ist erschienen.

  • Es gibt über 9400 Lohnangaben zu verschiedenen Berufen.

  • Dabei handelt es sich um Empfehlungen.

Jedes Jahr gibt die Volksdirektion des Kantons Zürich das Lohnbuch heraus. In diesem Buch steht, welche Berufsgruppen wie viel verdienen.

Im neu erschienen Lohnbuch 2021 werden die Löhne für das laufende Jahr dargestellt. Zu beachten ist dabei, dass es sich um Empfehlungen handelt. «Die rund 9400 Angaben stammen aus Gesamtarbeitsverträgen sowie Empfehlungen und Statistiken», sagt Livia Tosoni, die Autorin des Lohnbuches. Wenn eine Branche einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) oder einen Mindestlohn hat, werden diese Werte für die Lohnangaben im Buch übernommen.

Die Bruttolöhne für die verschiedenen Berufe findest du in der Bildergalerie.

Das Lohnbuch liefert nicht für jeden Job einen Lohn, sondern gibt verschiedene Angaben, die die Anzahl Berufsjahre und die Art der Ausbildung widerspiegeln. So verdient zum Beispiel ein Metzger oder eine Metzgerin mit der Ausbildung Fleischfachassistent EBA (Eidgenössisches Berufsattest) 4050 Franken. Eine Fleischfachperson EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) verdient bis zwei Jahre ab Lehrabschluss 4350 Franken, danach sind es 4550 Franken. Und eine selbstständiger Metzger mit besonderer Verantwortung verdient gemäss Lohnbuch 5100 Franken.

Das Jahr 2020 war für die Wirtschaft ein schwieriges. Doch das Lohnbuch zeigt allfällige Lohneinbussen aufgrund von Corona nicht an. «Die aktuell zur Verfügung stehenden Daten der Lohnerhebungen sowie der gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse erlauben hierzu noch keine gefestigten Aussagen», sagt Livia Tosoni zu 20 Minuten.

Und doch hat sie eine Entwicklung feststellen können: «Aufgrund der heutigen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die Lohnentwicklung vom Jahr 2020 auf das Jahr 2021 hin geringer ausgefallen ist als in anderen Jahren», sagt sie.

Lohnverlust bei Kurzarbeit

Wegen der Krise sind viele Berufsleute in Kurzarbeit und haben dadurch weniger Lohn. Als Beispiel: Wenn eine Servicefachangestellte mit einem Mindestlohn von 4195 Franken 50 Prozent Kurzarbeit hat, erhält sie für diese Hälfte des Lohns nur 80 Prozent des Geldes ausbezahlt. Sie hat am Ende des Monats 3776 Franken, das ist ein Lohnverlust von 419 Franken. Manche Arbeitgeber gleichen diesen Verlust aus.

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