Aktualisiert 11.01.2010 10:18

Rekord

So viele Unternehmen gabs noch nie

In der Schweiz sind noch nie so viele Unternehmen im Handelsregister eingetragen gewesen wie Ende 2009. Die Gesamtzahl lag bei 525 790 Unternehmen.

Nach wie vor entfällt der grösste Anteil auf die Aktiengesellschaften (AG), wie das Bundesamt für Justiz (BJ) mitteilte. Mit 186 985 Eintragungen stieg ihre Zahl verglichen mit dem Vorjahr um 1,6 Prozent. Deutlich stärker hat aber - entsprechend dem Trend der vergangenen Jahre - die Zahl der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) zugenommen. Hier stiegen die Eintragungen um 7,6 Prozent auf die Rekordmarke von 118 134 Unternehmen.

Weniger Genossenschaften

Zurückgegangen ist hingegen die Zahl der eingetragenen Genossenschaften, und zwar um 2,6 Prozent auf 10 691. Ebenfalls rückläufig waren die Neueintragungen: 2009 wurden 35 454 neue Unternehmen eingetragen und im Schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert, was einem Rückgang um 4,1 Prozent entspricht.

Gleichzeitig stiegen die Löschungen um 10,9 Prozent auf 23 638, wobei es sich bei einem grossen Teil davon laut BJ um Handelsregisterbereinigungen handelte. Die Gesamtzahl aller im Handelsamtsblatt publizierten Handelsregistermeldungen nahm 2009 um 28,6 Prozent auf 269 051 zu. (dapd)

Forscher der ETH Zürich rufen 24 Spin-offs ins Leben

Trotz schwieriger Wirtschaftslage haben Forschende der ETH-Zürich im vergangenen Jahr 24 Spin-off-Firmen gegründet, das sind soviele wie nie zuvor. Zehn dieser Jungunternehmen entstanden im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie.

Einen Rekord bei Firmengründungen meldete die ETH Zürich bereits 2008. Damals riefen Forschende 23 Spin-offs ins Leben - eine Zahl, die im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise übertroffen wurde, wie die Hochschule am Montag mitteilte.

Je drei der Neugründungen entstanden im Bereich Elektrotechnik sowie im Maschinenbau, weitere drei Firmen wurden im Dienstleistungsbereich geschaffen. Je ein Spin-off befasst sich entweder mit «Neuen Materialien», «Biotechnologie und Pharma», «Mikro- und Nanotechnologie» oder «Medizinischen Geräten». (sda)

Erstmals über 5000 Pleiten

Schon die Schlagzeilen im Lauf des Krisenjahrs 2009 liessen auf einen Rekord bei den Firmenkonkursen schliessen. Gemäss der Statistik der Gläubigervereinigung Creditreform übertraf die Zahl der Pleiten in der Schweiz letztes Jahr denn auch erstmals die 5000er-Marke.

5215 Firmenkonkurse führt Creditreform in ihrer Datenbank auf. Gegenüber 2008 entspreche dies einer Zunahme um 23,5 Prozent, schrieb die Gläubigervereinigung am Montag in ihrem Communiqué. Eine ähnlich hohe Zahl an Firmenpleiten meldete vergangene Woche bereits die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet, deren Statistik auf leicht anderen Erhebungskriterien beruht.

Die beinahe um einen Viertel gestiegene Zahl alleine der Wirtschaftskrise anzulasten wäre allerdings falsch. Creditreform weist explizit auf eine Gesetzesänderung hin, welche die Pleitenzahl so stark ansteigen liess.

Seit 2008 können Unternehmen nämlich wegen Organisationsmängeln von Richtern in den Konkurs geschickt werden.

Die Zahl der auf diese neue Art Konkurs gegangenen Unternehmen betrug 2008 329 und 2009 bereits 1148. Ohne diese wären noch 4067 Unternehmenspleiten gezählt worden und die Zahl der echten, also durch Überschuldung ausgelösten Konkurse wäre nicht um 23,5 Prozent, sondern lediglich um 4,5 Prozent gestiegen.

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