Familienleben: So wandern sogar Kinder gerne
Aktualisiert

FamilienlebenSo wandern sogar Kinder gerne

Wir kennens aus unserer Kindheit: Stand Wandern auf dem Plan, hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Doch Kinder zum Wandern zu motivieren, ist gar nicht so schwierig.

von
Angela Meissner
Richtig vorbereitet wird das Wandern mit Kindern ein Spass. colourbox.com

Richtig vorbereitet wird das Wandern mit Kindern ein Spass. colourbox.com

Die folgenden Tipps, wie eine Wanderung auch mit den Kleinsten lustig wird, entstammen verschiedenen Broschüren, siehe Infobox.

Eintönige Ausdauertouren sind nichts für Kinder. Sie schätzen eine schöne Aussicht nicht so sehr wie Erwachsene und auch das Erreichen eines Gipfels interessiert sie nicht so sehr. Viel mehr sollen sie etwas erleben und Neues entdecken.

Statt des Gipfels, kann das Ziel eine Hütte sein, wo es etwas Leckeres zu essen gibt. Locken kann man sie auch mit der Aussicht, dass am Ziel ein Bad in einem See oder Bach wartet.

Kleine Etappenziele motivieren

Suchen Sie nach einem Wanderweg, der sich in kleine Etappen einteilen lässt. So haben die Kinder immer das nächste Ziel vor Augen. Auf den Rastplätzen sollte man grillieren oder / und klettern können.

Rundwege sind spannender als Hin- und Rückwege über dieselbe Strecke.

Themen lockern auf

Für Spannung sorgen Themenwanderwege. Kinder haben Freunde daran, Geschichten anhand von Rätseln zu entdecken oder die Natur mithilfe von Aufgaben zu erkunden. Schauen Sie vorher, ob Sie auf dem Weg zum Beispiel Zapfen oder Blätter sammeln können. Beliebt sind auch ungewöhnliche Transportmittel wie eine alte Zahnradbahn.

Gemeinsam planen

Planen Sie zusammen mit den Kindern Ihre Wanderroute im Voraus. Sind genügend Rastplätze vorhanden? Gibt es eine Spielmöglichkeit unterwegs? Planen Sie Spielpausen oder Änderungsmöglichkeiten der Tour vorher mit ein. Planen Sie für eine Strecke mit Kindern doppelt so viel Zeit ein, wie auf den Markierungen angegeben ist.

Abwechslungsreiches Gelände wählen

Ideal sind Wanderwege, die durch unterschiedliches Gelände führen, so das Bundesamt für Sport. Mal geht es durch den Wald, dann über die Wiese und einen Bach. Gut ist, wenn sich auch Steigung und Gefälle sowie Weitsicht und engere Abschnitte abwechseln. Für Abwechslung sorgen Mitmachgelegenheiten unterwegs. Gibt es einen Bach, der gestaut werden kann oder einen Bauernhof, auf dem Tiere gestreichelt werden dürfen.

Sich an der Leistungskurve orientieren

Ein guter Kinderwanderweg soll zu Beginn noch nicht so anstrengend sein, damit die Kinder nicht gleich an ihre Grenzen stossen und die Lust verlieren. In der Mitte können dann wenige anstrengende Abschnitte folgen und am Ende sollte der Weg locker zu gehen sein, falls die Kinder schon ein wenig müde sind.

Weg an Alter und Leistungsvermögen der Kinder anpassen

Eine Wanderung sollte immer dem Alter und dem Können der Kinder angepasst werden. Im Kleinkindalter, wenn Kinder schon allein sitzen können, kann man sie in einer Trage auf dem Rücken mit auf Wanderung nehmen. Da sie sich darin allerdings nur sehr wenig bewegen können, müssen viele Pausen eingelegt werden. In denen wird das Kind herausgenommen und kann sich selbst frei bewegen. Insgesamt sollte die Tour nicht länger als drei bis vier Stunden dauern. Wanderwege, die Können und Trittsicherheit voraussetzen, sollten nur von Eltern gewählt werden, die bergerfahren sind. Denn mit der Trage und dem Kind auf dem Rücken steigen die Anforderungen an den Wanderer.

Ältere Kleinkinder im Alter von etwa zwei bis drei Jahren können kleinere Abschnitte schon selbst laufen, müssen aber zwischendurch ebenso getragen oder mit dem Kinderwagen gefahren werden. Erkundigen Sie sich vorher, ob der Weg auch kinderwagentauglich ist.

Kinder im Alter von drei und bis sechs Jahren können bis zu vier Stunden Tagestouren mitwandern. Dabei sollten Spass und Abenteuer nicht zu kurz kommen. Wichtig sind genügend Pausen, in denen auch gespielt werden kann. Erlebniswanderwege sind ideal für Kinder in diesem Alter.

Sind die Kinder im Schulalter hat sich ihr Können und ihre Ausdauer schon sehr verbessert. Tagestouren mit einer Gehzeit von bis zu fünf Stunden sind für Sechs- bis Zehnjährige machbar. Auch steile Abschnitte oder Kraxelstellen können mit ihnen überwunden werden.

Ab etwa zehn Jahren können anspruchsvollere Routen ausgesucht werden. Geübte Kinder haben Spass an Mehrtagestouren oder Wanderungen über kurze Gletscherabschnitte und Kletterstücke. Für alle anderen gilt: Eine Gehzeit von sechs bis sieben Stunden sollte nicht überschritten werden.

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Checkliste für Vorbereitung der Familienwanderungen^

Entsprechen Dauer und Schwierigkeit des Wanderweges dem Alter und dem Können der Kinder?

Bringt der Wanderweg Abwechslung? Gibt es etwas zu entdecken und zu beobachten?

Haben Sie ein oder mehrere spannende Ziele gewählt?

Beteiligen Sie die Kinder an der Planung Ihrer Wanderung.

Empfohlene Lektüre vor der Planung einer Wanderung: Wanderwege»: «Wandern mit Kindern» Bundesamt für Sport: «J+S-Kids: Wandern mit Kindern» Deutsche Alpenverein: «Bergsteigen mit Kindern»Verein «Berner

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