Aktualisiert 11.02.2020 13:55

Grow UpSo wehrst du dich gegen Diskriminierung im Job

Arbeitgeber müssen dir per Gesetz ein diskriminierungsfreies Umfeld bieten. Wir zeigen dir, wie du dich im Ernstfall wehren kannst.

Diskriminierung am Arbeitsplatz kann auf verschiedene Arten geschehen und ist leider weit verbreitet. Vor allem Frauen, die nach einer Schwangerschaft wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, leiden sehr oft darunter. Doch auch Männer sind von Diskriminierung betroffen, beispielsweise wird auf deren Familienpflichten oft wenig Rücksicht genommen.

Der Verdacht auf Diskriminierung besteht, wenn du dich etwa wegen deiner Erscheinung, deines Geschlechts, deiner sexuellen Orientierung, deiner Herkunft oder deiner Konfession gegenüber Mitarbeitenden oder Mitbewerbenden ungleich behandelt fühlst. Dabei kann es sich unter anderem um Demütigungen, unfaire Lohnverhältnisse oder fehlende Entschädigungen für Weiterbildungen handeln.

Ausnahmen bilden natürlich Jobangebote, die eine sachlich begründete Benachteiligung nach sich ziehen. Dazu gehören beispielsweise Tätigkeiten bei einer Kirche, bei denen das Angehören einer bestimmten Konfession vorausgesetzt wird. Auch solltest du von deinen Vorgesetzten Aufgaben unabhängig deines Geschlechts erhalten oder wegen deines Alters oder politischen Ansichten nicht benachteiligt werden.

So wehrst du dich:

• Wichtig ist, dass du mit Mitarbeitenden offen über solche Themen sprichst. Nur so können Ungleichheiten aufgedeckt und auch angeprangert werden.

• Setze deinen Arbeitgeber auf jeden Fall über Missstände in Kenntnis. Dies machst du am besten schriftlich.

• Suche nach Möglichkeit auch eine externe Diskriminierungsstelle auf. Diese kann dir Unterstützung bieten und zusätzliche Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

• Schadenersatz einfordern: Auch wenn du bei einer Beförderung ohne sachliche Begründung umgangen wirst, hast du eine Frist von zwei Monaten, um dich zu wehren.

• Sollten deine Vorgesetzten die Diskriminierung nicht unterbinden, kannst du notfalls auch vom Recht auf Leistungsverweigerung Gebrauch machen und der Arbeit fernbleiben. Dein Gehalt erhältst du weiterhin, bis entsprechende Massnahmen getroffen werden.

Zu deinen Rechten informieren kannst du dich hier. (20 Minuten)

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