Medienkonferenz - So will der Kanton Aargau die Massnahmen umsetzen
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MedienkonferenzSo will der Kanton Aargau die Massnahmen umsetzen

Der Kanton Aargau informierte am Donnerstag über die Umsetzung der Bundesratsbeschlüsse.

von
Monira Djurdjevic
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Der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati informierte an der Medienkonferenz über die Umsetzung der Bundesratsbeschlüsse. 

Der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati informierte an der Medienkonferenz über die Umsetzung der Bundesratsbeschlüsse.

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Auch Kantonsärztin Yvonne Hummel nahm an der Pressekonferenz teil. 

Auch Kantonsärztin Yvonne Hummel nahm an der Pressekonferenz teil.

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Und auch Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport, hat an der Pressekonferenz teilgenommen.

Und auch Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport, hat an der Pressekonferenz teilgenommen.

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Der Bundesrat hat am Mittwoch seine Beschlüsse zu weiteren Lockerungsschritten bekanntgegeben. Wie der Aargauer Regierungsrat in einer Mitteilung schreibt, begrüsse man die Lockerungen. Man freue sich insbesondere, dass eine weitgehende Wiedereröffnung der besonders stark betroffenen Gastronomiebetriebe und Wellness-Einrichtungen möglich sei. Am Donnerstag informierte der Kanton Aargau über die Umsetzung der Bundesratsbeschlüsse sowie unter anderem über die Themen Grossveranstaltungen, Massnahmen im Schulbereich und Impfkampagne.

Kanton beteiligt sich am Schutzschirm für Grossveranstaltungen

Der Schutzschirm für Grossveranstaltungen sieht vor, dass sich der betroffene Kanton und der Bund je hälftig an den ungedeckten Kosten von überkantonalen Grossveranstaltungen beteiligen, falls diese aufgrund einer behördlichen Anordnung wegen der Pandemie abgesagt, verschoben oder stark reduziert durchgeführt werden müssen. Wie es in einer Mitteilung heisst, hat der Aargauer Regierungsrat die finanziellen und rechtlichen Grundlagen für die Beteiligung des Kantons Aargau am Schutzschirm beschlossen. Diese treten am 1. Juni in Kraft und gelten für Grossveranstaltungen, die bis am 30. April 2022 geplant sind. Um den Veranstaltern eine rasche Planungssicherheit zu ermöglichen, hat der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit von zwei Millionen Franken brutto (Aufwand Bund und Kanton) bewilligt.

Fünf Pilotveranstaltungen im Juni

Der Bundesrat sieht neu vor, dass pro Kanton im Juni fünf Pilotveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mindestens 300 bis zu 600 Personen in Innenräumen oder bis zu 1'000 Personen in Aussenbereichen durchgeführt werden können. Im Kanton Aargau sind seit dem 12. Mai bisher fünf Gesuche um Bewilligung einer Pilotveranstaltung eingegangen, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Bisher sei eine Pilotveranstaltung bewilligt worden, drei weitere seien noch im Prüfverfahren. Ein Gesuch wurde zurückgezogen. Die Evaluation und Bewilligung der Pilotveranstaltungen erfolgt im Kanton Aargau durch den Kantonsärztlichen Dienst. Ziel der Pilotveranstaltungen ist es, die Praktikabilität und die Praxistauglichkeit der Schutzkonzepte zu testen. Zentral dabei ist die Integration der Kontrolle der Test- und Impfnachweise am Eingang sowie die Lenkung der Personenströme. Zudem soll die Praxistauglichkeit von Selbsttests, die gegebenenfalls vor Ort und unter Aufsicht des Organisators durchgeführt werden, erprobt werden. Die Organisatoren sind verpflichtet, einen Evaluationsbericht zu erarbeiten und dem Kanton sowie dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorzulegen.

Maskentragpflicht an der 5. und 6. Klasse aufgehoben

Wie es in einer Mitteilung heisst, wird die Maskentragpflicht an der 5. und 6. Klasse der Primarschule per Montag aufgehoben. Gründe dafür: Die Entwicklung der Fallzahlen, Klassenquarantänen und Schulschliessungen sind rückläufig, das repetitive Testen an Schulen nimmt Fahrt auf und eine grosse Mehrheit der Lehrpersonen über 50 Jahre hat die Möglichkeit eines priorisierten Zugangs zur Covid-Impfung genutzt.

Impfkampagne schreitet voran

In der vergangenen Woche hat der Kanton Aargau gut 38'000 Impfungen durchgeführt. Dies ist der höchste wöchentliche Wert bisher, heisst es in einer Mitteilung. Die Impfkampagne habe bisher rund 340'000 Impfdosen verimpft. Etwa 30 Prozent der Aargauer Bevölkerung hat bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Weitere knapp 20 Prozent befinden sich zurzeit auf der Warteliste und werden ihre Impftermine erhalten, sobald ausreichend Impfdosen vorhanden und die früher angemeldeten Personen mit Terminen bedient sein werden.

Impf-Zertifikat soll rasch umgesetzt werden

Der Aargauer Regierungsrat erachtet das Impf-Zertifikat als wichtiges Element und möchte alles daransetzen, dass dieses schnell und effizient realisiert werden kann. Es seien aber noch viele wichtige Fragen offen, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. «Die in der Konsultation befindliche Verordnung des Bundesrats fokussiert zu stark auf die Zertifikationsvergabe und damit nur auf einen kleinen Teil des Prozesses. Die vor- und nachgelagerten Prozesse werden nicht berücksichtigt», heisst es in der Mitteilung. Angesichts des zu erwartenden hohen Interesses und des Zeitdrucks müsse der Bundesrat effiziente Lösungen finden.

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