So will die Schweizer Nati den Temperatur-Schock in Litauen überstehen
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Von 20 Grad in den Schnee So will die Schweizer Nati den Temperatur-Schock in Litauen überstehen

Minus zwei Grad sollen während der Partie der Schweizer Frauen-Nati in Vilnius in Litauen herrschen. Trainer Nils Nielsen und Coumba Sow haben jedoch einen Plan, wie sie damit umgehen. Auch wenn Sow zugibt: «Ich bin ein Gfrörli.»

von
Nils Hänggi

Nach dem Sieg über Italien freute sich Coumba Sow riesig.

SRF

Darum gehts

  • Am frühen Dienstagabend trifft die Schweizer Frauen-Nati auswärts auf Litauen.

  • Am Wochenende war sie noch im warmen Palermo, nun steht eine Partie in Eiseskälte an.

  • Sorgen deswegen hat Trainer Nils Nielsen aber nicht.

Fast 20 Grad in Palermo. Sizilien, blauer Himmel, Sonnenschein. Ein paar Schweizer Nati-Spielerinnen baden im Meer, geniessen das Wetter. Klingt schön? Ist es auch respektive war es. Denn nun erlebten die Schweizerinnen einen Wetter-Schock. Und was für einen. Am Sonntag flog das Team samt Staff nach Vilnius in die bittere Kälte. In der Hauptstadt Litauens herrschen Temperaturen knapp unter Null. Ein wahrer Wetter-Schock für die Schweizer Nati.

Das gibt auch Trainer Nils Nielsen zu. Einen Tag vor dem sechsten Spiel in der WM-Quali lacht er und sagt: «Es ist kalt hier, es hat geschneit. Das war in Italien nicht der Fall.» Für das Spiel seien sie dennoch bereit. «In Litauen spielen wir auf Kunstrasen, das heisst, die Kälte hat nicht so eine grosse Auswirkung. Das Aufwärmen müssen wir vielleicht anders gestalten. Aber keine Sorge, wir sind vorbereitet auf die Kälte», so Nielsen. Das ist sicherlich gut so. Denn: Für das Spiel sieht das Wetter nicht besser aus. So werden für die Partie am Dienstagabend um 17.30 Uhr minus zwei Grad erwartet sowie eventuell Schneefall.

Nielsen will den Sieg – sonst nichts

Alles gut also? Nicht ganz. Nati-Spielerin Coumba Sow hat keine Freude an der Kälte. Sie gibt zu: «Ich bin ein Gfrörli.» Doch sie hat einen Trick, um die eisigen Temperaturen zu überstehen. Sow verrät: «Ich ziehe einfach viele Schichten an, dann habe ich nicht kalt.» Dann meint sie nüchtern: «Aber das ist halt das Wetter.» Das könne man nicht beeinflussen. «Ich konzentriere mich auf das Spiel, das wir gewinnen wollen.»

Gegen Litauen ist die Schweizer Frauen-Nati Favorit. Im September gewann sie klar 4:1. Und Fakt ist: Bei den Schweizerinnen läuft es. 15 Punkte hat die Nati nach fünf Spielen auf dem Konto. 19 Tore hat sie in fünf Spielen geschossen, zwei erhalten. Mit drei Punkten dahinter folgt Italien. Den Italienerinnen gelangen in fünf Spielen 17 Tore, kassiert haben sie zwei. Gegen wen? Genau – die Schweiz. Letzten Freitag gewann die Nati nach Toren von Coumba Sow und Ana Maria Crnogorcevic das Kracher-Duell 2:1. Nielsen sagt so auch mit klaren Worten: «Wenn wir gegen Litauen nicht gewinnen, war die ganze Mühe im Jahr nutzlos.»

Coumba Sow hat Kälte nicht so gerne.

Coumba Sow hat Kälte nicht so gerne.

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«Wir feierten mit einem Glas Prosecco»

Apropos Italien: Nach dem Sieg in Palermo sagte eine freudenstrahlende Sow im SRF (siehe Video oben): «Jetzt gibt es eine fette Pizza aus Italien natürlich. Und vielleicht auch ein Bier.» Wie das denn geschmeckt hat? Angesprochen darauf, meint Sow: «Pizza gab es erst am nächsten Tag, die war wunderbar. Ein Bier gab es nicht. Ich hätte gerne ein Bier gehabt, aber das habe ich aus der Emotion heraus gesagt. Wir feierten mit einem Glas Prosecco.»

In Vilnius wird es sicherlich keine Pizza nach der Partie geben. Aber vielleicht Zeppelinas. Gemäss verschiedenen Reiseführern sind die Kartoffelklösse, die es gefüllt mit Hackfleisch, Speck, Schinken, Pilzen, oder Quark gibt, die Leibspeise der Litauerinnen und Litauer.

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