Unglaublich, aber wahr: So wird der ZSC Meister
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Unglaublich, aber wahrSo wird der ZSC Meister

Alle Heimspiele (6) verloren. Alle Auswärtsspiele (4) gewonnen. Die Bilanz der ZSC Lions ist skurril. Doch spielen sie so weiter, werden sie Meister!

Die Geheimwaffe für den ersten Heimsieg: Michael Nylander (stehend) im gestrigen ZSC-Training. (Foto: Keystone)

Die Geheimwaffe für den ersten Heimsieg: Michael Nylander (stehend) im gestrigen ZSC-Training. (Foto: Keystone)

20 Minuten hat die bisherige Saisonbilanz der Zürcher bis zum Ende der Qualifikation hochgerechnet. Ziehen sie diese Heim-Auswärts-Bilanz der Extreme bis zum Ende der Qualifikation durch, kommen sie auf 67 Punkte. Damit erreicht man grösstwahrscheinlich die Playoffs – letzte und vorletzte Saison wäre man mit dieser Punkteausbeute jeweils Achter geworden. Das würde dann bedeuten, dass die ZSC Lions in den Playoffs nie Heimrecht hätten. Brauchen sie auch nicht, denn im Hallenstadion verlieren sie sowieso immer, ihre Siege holen sie dafür stets auswärts. Und dann kommt es so: Die ZSC Lions werden am 17. April 2012, es ist das Datum des siebten Playoff-Finalspiels, in Davos, Zug, Bern, Kloten oder anderswo auswärts zum siebten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Schweizer Meister.

Mit diesem Wissen können die Zürcher heute getrost gegen Servette die siebte Heimpleite einfahren – und dann einfach morgen beim Rückspiel in Genf zurückschlagen. Doch Sportchef Edgar Salis lässt sich für das Rechenbeispiel von 20 Minuten nicht so richtig begeistern: «Auch wenn sich der Schluss schön anhört, hoffe ich doch, dass es nicht ganz so kommt, denn das würde ein ziemlich steiniger Weg. Je länger eine Serie andauert, umso grösser ist die Chance, dass sie zu Ende geht», sagt sich Salis, «ich gehe davon aus, dass wir jetzt zuhause gegen Servette gewinnen.»

Womöglich läuft heute erstmals der im Probetraining weilende Star-Stürmer Michael Nylander (39) für die ZSC Lions auf. Die beiden Parteien sind sich grundsätzlich über ein Engagement einig.

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