09.03.2020 17:25

St. Gallenkappel SGSo wird die Todesstrasse entschärft

Ein Mann kam im Februar in St. Gallenkappel an einer als gefährlich bekannten Unfallstelle ums Leben. Nun soll die Situation entschärft werden.

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Am 4. Februar 2020 ist ein 61-jähriger Fussgänger in St. Gallenkappel ums Leben gekommen.

Am 4. Februar 2020 ist ein 61-jähriger Fussgänger in St. Gallenkappel ums Leben gekommen.

Kapo SG
Der Mann wurde bei leichtem Schneefall zwischen dem Restaurant Waldegg und dem Parkplatz auf der Strasse von einem Auto erfasst.

Der Mann wurde bei leichtem Schneefall zwischen dem Restaurant Waldegg und dem Parkplatz auf der Strasse von einem Auto erfasst.

Kapo SG
Die Unfallstelle ist seit Jahren als gefährliche Stelle bekannt.

Die Unfallstelle ist seit Jahren als gefährliche Stelle bekannt.

Kapo SG

Die Rickenstrasse beim Restaurant Waldegg in St. Gallenkappel soll mit einer Mittelinsel und einer Geschwindigkeitsreduktion sicherer werden, teilt die Staatskanzlei St. Gallen am Montag in einer Medienmitteilung mit. Schon mehr als ein Duzend Unfälle sind auf dieser Strasse passiert. Im Februar diesen Jahres endete ein Unfall für einen Fussgänger tödlich. Als der 61-jährige Mann die Strasse zum Restaurant Waldegg überqueren wollte, wurde er von einem Auto erfasst. Er verstarb noch auf der Unfallstelle.

In der Region schlug der tödliche Unfall hohe Wellen. Mehrere Personen meldeten sich, die die Stelle als gefährlich einschätzten.

Die Unfallstelle ist auch den Behörden bekannt. Seit 2010 gab es an dieser Stelle laut Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, 15 Unfälle. In drei Fällen waren Fussgänger involviert. Man hat schon vor dem tödlichen Unfall Massnahmen an der Stelle ergriffen.

Beschränkte Sicherheitsmassnahmen

Bereits im August 2018 sassen die Gemeinde, der Kanton und die Polizei zusammen, um zu schauen, was unternommen werden könnte. Erste Sofortmassnahmen wurde beschlossen. Doch dabei bleibt es nicht.

Nun haben der Kanton, die Gemeinde Eschenbach und die Eigentümerschaft des Restaurants zusammen das weitere Vorgehen festgelegt. Im Vordergrund steht die Realisierung einer Mittelinsel. Diese soll die gerade Linienführung der Strasse unterbrechen. Gleichzeitig erleichtert sie den Fussgängern das Überqueren der Strasse. Geplant ist auch, die Höchstgeschwindigkeit auf Höhe des Restaurants Waldegg von 80 auf 60 Kilometer pro Stunde zu reduzieren. Unter- oder Überführungen erachten die Beteiligten als kaum oder kurzfristig nicht realisierbar.

2021 realisierbar

«Ein Fussgängerstreifen an der Mitellinsel macht keinen Sinn. Bei einer kantonalen Analyse wurde klar, dass Fussgänger an einem Fussgängerstreifen weniger aufmerksam sind», so Marcel John, Leiter des St. Galler Tiefbauamts. Wegen der Insel müsse die Strassenstelle um zusätzlich bis zu zwei Meter erweitert werden. Dadurch fielen wahrscheinlich einige Parkplätze des Restaurants auf der gegenüberliegenden Strassenseite weg. Doch laut John wird ein Nutzungsplan erst noch erstellt. Ohne Einsprachen könne mit der Umsetzung in der ersten Jahreshälfte 2021 gerechnet werden.

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