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Massnahmen der DetailhändlerSo wird Einkaufen am Black Friday trotz Corona sicher

Mit Sicherheitspersonal und Absperrungen vor den Läden wollen Detailhändler einen Ansturm am grossen Schnäppchentag verhindern.

von
Barbara Scherer

Am Black Friday stürmen die Schnäppchenjäger normalerweise die Läden.

20 Minuten

Darum gehts

  • Abstand halten ist in der Corona-Krise wichtig.

  • Darum wollen Detailhändler einen grossen Ansturm am Black Friday verhindern.

  • Sie setzen auf Eingangskontrollen, Absperrungen vor den Läden und längere Öffnungszeiten.

Der Black Friday lockt jedes Jahr mit grosszügigen Rabatten Scharen von Schnäppchenjägern in die Läden. Doch in Zeiten von Corona ist das ein Problem: Es gilt, Abstand zu halten und Menschenmassen zu vermeiden. Für den stationären Handel ist das eine Herausforderung. Die hiesigen Detailhändler setzen auf unterschiedliche Strategien, um das Shoppingerlebnis am grossen Rabatttag möglichst sicher zu gestalten:

1. Mehr Kontrollen

Digitec Galaxus will am Black Friday Sicherheitspersonal vor den Läden aufstellen. «Pro Filiale wird eine uniformierte Person am Eingang postiert», sagt Sprecher Alex Hämmerli zu 20 Minuten. Ihre Aufgabe sei es, die Kunden zu kontrollieren, ob sie die Masken tragen, und die maximale Kundenzahl in den Shops zu überprüfen.

Dasselbe gilt bei Manor und Media-Markt: Zur Kontrolle stehen Sicherheitsleute am Eingang. Manor setzt zusätzlich auf Bewegungssensoren. Diese messen, wie viele Personen sich in einem Laden aufhalten. Nähert sich eine Filiale der BAG-Obergrenze, wird der Einlass gedrosselt.

Auch beim Einkaufscenter Shoppi Tivoli in Spreitenbach wird das Sicherheitspersonal aufgestockt, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Zusätzlich werden dort die Einfahrten in die Parkhäuser beim Center überwacht und bei Bedarf gedrosselt.

2. Abstand halten

Damit die Kunden nicht massenweise in die Läden stürmen, stellt Manor an den Schnäppchentagen Absperrungen vor den Filialen auf. So soll garantiert werden, dass die Shoppingwütigen mit genügend Abstand anstehen. Damit es auch an den Kassen keinen Stau gibt, setzt Manor zudem während der ganzen Vorweihnachtszeit 650 zusätzliche Mitarbeiter ein.

Media-Markt bringt weitere Bodenmarkierungen vor den Läden an – diese sollen für genügend Abstand in den Warteschlangen am Black Friday sorgen. Bei Digitec Galaxus sorgt das zusätzlich eingestellte Sicherheitspersonal vor den Eingängen dafür, dass die Kunden die Abstände beim Anstehen einhalten.

3. Längere Öffnungszeiten

Um den Ansturm etwas zu verteilen, gibts bei Digitec Galaxus bereits ab Montag Sonderangebote. Auch Manor staffelt die Rabatte: «Von Mittwoch bis Freitag gibt es immer unterschiedliche Aktionen, und die attraktivsten Kategorien konzentrieren wir nicht mehr hauptsächlich auf den Freitag», sagt Mediensprecher Fabian Hildbrand zu 20 Minuten.

Damit sich die Besucher besser verteilen, öffnet das Glattzentrum in Zürich auch am Sonntag. So können die Detailhändler Rabatte von Donnerstag bis Sonntag anbieten. Am Black Friday selbst hat der Shoppingtempel bis 22 Uhr geöffnet.

Media-Markt bietet seinen VIP-Club-Kunden die Black-Friday-Rabatte bereits am 25. November an. Alle anderen Kunden profitieren erst ab dem 26. von den Aktionen: «Wir hoffen, dass wir so den Andrang auf die Märkte besser verteilen können», erklärt eine Sprecherin. Der Elektrohändler verlängert zudem die Öffnungszeiten.

4. Onlineangebot stärken

Die Migros setzt auf ihr bewährtes Schutzkonzept – auch am Black Friday. Allerdings wird es neu alle Aktionen online geben. Bisher gab es im stationären Handel mehr Rabatte als im Onlineshop. Das ändert sich nun, damit auch Kunden in Quarantäne oder aus Risikogruppen an der Schnäppchenjagd teilhaben können.

Media-Markt bietet ebenfalls alle Aktionen vor Ort und auf der Website an. Online bestellte Ware kann zudem auch kontaktlos bei einem Schalter entgegengenommen werden. So müssen Kunden die Märkte gar nicht erst betreten.

Digitec Galaxus verkauft bereits einen Grossteil im Onlineshop. So sind die Showrooms in den elf Filialen seit Corona leer. Jeder Laden verfügt nur über ein kleines Warenlager mit den beliebtesten Produkten. So verbringen Kunden nicht zu viel Zeit vor Ort.

Black Friday 2020

Der Black Friday findet jedes Jahr am Freitag nach dem US-Feiertag Thanksgiving statt. Dieses Jahr fällt der Shoppingtag auf den 27. November. Die Schweizer Händler haben im Vorjahr geschätzt 450 Millionen Franken Umsatz an einem Tag erzielt. Experten erwarten dieses Jahr insbesondere wegen der Pandemie eine noch stärkere Verschiebung der Verkäufe in den Onlinehandel. Dieses Jahr könnte es sogar zu einem Rekordumsatz kommen, weil die Händler versuchen dürften, die gedämpfte Konsumentenstimmung zu heben.

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255 Kommentare
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fertig lustig

24.11.2020, 03:19

Black Friday verbieten, Läden schliessen.

Phil Krill

24.11.2020, 02:18

... also wenn Basel-Stadt den Black-Friday nicht verbietet, dann weiss ich nicht warum die Restaurants geschlossen wurden. Die Schutzmassnahmen der Geschäfte werden nicht halten - es wird eh ein Gedränge geben, ob im Laden selber oder vor dem Geschäft ...

Maja

23.11.2020, 18:22

Ich Feier Weihnachten mit der Familien,Ostern durften wir nicht zusammen sitzen.Weihnachten werde ich mir nicht nehmen lassen 🥴Solange wir im Zug nebeneinander sitzen mit Maske,mache ich was ich will🤷🏻‍♀️🎄