Sicherheitskonzept: So wird Trump am WEF geschützt
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SicherheitskonzeptSo wird Trump am WEF geschützt

Die Kosten für die Sicherheit am WEF belaufen sich auf neun Millionen Franken. US-Präsident Donald Trump wird aber auf seine eigenen Leute setzen.

von
fur

Der Bündner Polizeikommandant Walter Schlegel über Trumps Besuch am WEF.

So viel ist jetzt schon klar: Donald Trump wird am 23. Januar sicher nicht allein ans WEF reisen. Der letzte US-Präsident, der das Weltwirtschaftsforum in Davos besuchte, war Bill Clinton vor 18 Jahren. Auch er reiste nicht allein an. Ein Sicherheitsdispositiv von 1500 Personen begleitete Clinton damals. Wie viele Personen Trump in diesem Jahr zur Seite stehen werden, ist noch nicht bekannt – weniger werden es sicher nicht sein.

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Noch diesen Monat kommt Donald Trump in die Schweiz.

Noch diesen Monat kommt Donald Trump in die Schweiz.

Keystone
Als bisher einziger US-Präsident reiste Bill Clinton im Jahr 2000 nach Davos.

Als bisher einziger US-Präsident reiste Bill Clinton im Jahr 2000 nach Davos.

Keystone
Auch der französische Präsident Emanuel Macron hat seine Teilnahme angekündigt.

Auch der französische Präsident Emanuel Macron hat seine Teilnahme angekündigt.

AFP

Trotz der eigenen Sicherheitskräfte, die Trump nach Davos begleiten werden: Offiziell ist die Kantonspolizei Graubünden zuständig für den Schutz der Staatsoberhäupter. Sie kann dabei aber auf die Unterstützung von Polizeikräften aus der ganzen Schweiz und aus dem Fürstentum Liechtenstein zählen. Wie viele es genau sein werden, wird nicht kommuniziert. Auch die Schweizer Armee wird im Einsatz stehen und die Polizei unterstützen. Im letzten Jahr leisteten rund 5000 Armeeangehörige einen Einsatz, 93 Prozent davon waren Milizsoldaten.

Neun Millionen Franken für die Sicherheit

Für die Gewährleistung der Sicherheit der WEF-Gäste sind rund neun Millionen Franken vorgesehen. Das Forum übernimmt davon zwei Millionen Franken, den Rest bezahlen der Bund, der Kanton Graubünden und die Gemeinde Davos.

Wie alle WEF-Gäste mit dem Status «völkerrechtlich geschützt» hat auch Trump die Möglichkeit, mit einem Helikopter der Schweizer Armee vom Flughafen Zürich nach Davos zu reisen. Alle Staatsoberhäupter, Regierungschefs oder Mitglieder amtierender Regierungen können diese Möglichkeit nutzen. Meist setzten die US-Präsidenten aber auf einen eigenen Helikopter – oder gleich mehrere.

Clintons Limousine

Als der damalige US-Vizepräsident Joe Biden vor zwei Jahren ans WEF kam, wurden fünf Black-Hawk-Helikopter vom US-Army-Stützpunkt im deutschen Wiesbaden in die Schweiz geflogen. An Bord: bewaffnetes amerikanisches Sicherheitspersonal.

Es muss aber nicht immer ein Helikopter sein: 2000 trat Bill Clinton die Rückreise von Davos nicht per Helikopter an, sondern liess sich mit einer Limousine an den Flughafen Zürich chauffieren und löste bei seinen Sicherheitsleute Panik aus, als er an der Raststätte Glarnerland Halt machte, um sich eine Pizza zu genehmigen.

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