Achtung Wechselkursfalle - So wirst du am Bancomaten im Ausland abgezockt
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Achtung WechselkursfalleSo wirst du am Bancomaten im Ausland abgezockt

Vorsicht in den Ferien vor zu hohen Gebühren beim Geldabheben oder Geldwechseln. Sonst zahlst du schnell 50 Franken drauf. 20 Minuten zeigt dir, worauf du achten solltest.

von
Fabian Pöschl
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Mexikanische Pesos abheben: Wer in den Ferien im Ausland vor dem Bancomaten steht, sollte genau aufpassen.

Mexikanische Pesos abheben: Wer in den Ferien im Ausland vor dem Bancomaten steht, sollte genau aufpassen.

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Dazu raten die Tiktoker von Newsclipsnow.

Dazu raten die Tiktoker von Newsclipsnow.

Screenshot Tiktok.com/@newsclipsnow
Denn sonst drohen hohe Gebühren.

Denn sonst drohen hohe Gebühren.

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Darum gehts

  • Beim Geldabheben oder Geldwechseln im Ausland drohen Gebührenfallen.

  • Wer die Rechnung mit der Karte aber in Schweizer Währung bezahlt, zahlt drauf.

  • Der Moneyland-Experte gibt Tipps für Ferien ohne Stress am Bancomaten.

Cocktail am Strand, Souvenirs für die Familie, neue Kleider: In den Ferien läppern sich die Ausgaben schnell zusammen. Da kommen miese Wechselkurse und hohe Gebühren am Bancomaten oder in der Wechselstube besonders ungünstig.

Wer nicht aufpasst, kann beim falschen Anbieter schnell 40 oder 50 Franken drauf zahlen, wie der Tiktok-Kanal «Newsclipsnow» beim Geldwechseln in Prag zeigt. Oft werben die Anbieter damit, dass ihr Service gebührenfrei ist, tricksen dann aber beim Wechselkurs.

Vorsicht im Ausland auch am Bancomaten. Die Maschine zeigt dir auf dem ersten Blick vor allem hohe Beträge zum Abheben an, damit du möglichst viel Geld beziehst. Danach fragt dich der Automat, ob du das Geld in deiner Währung umgerechnet ausbezahlt haben willst.

«Tu das nicht», rät der Tiktoker, denn sonst schlägt dir der Bancomat eine prozentuale Wechselkursgebühr drauf, im Video unten sind das fast 13 Prozent. Bei einem hohen Geldbezug kann das also entsprechend teuer werden.

Die Gefahr der hohen Gebühren besteht nicht nur in Prag, sondern fast überall im Ausland, wie das Beispiel im Video unten an einem Bancomaten in Mexiko zeigt. «Die Gesetzgebung kann sich je nach Land unterscheiden. Hohe Zusatzgebühren und schlechte Wechselkurse sind aber leider weltweit verbreitet», sagt Benjamin Manz, Geschäftsführer des Vergleichsdiensts Moneyland, zu 20 Minuten.

«Auf keinen Fall mit der Karte in Schweizer Franken zahlen»

Das sind die Geld-Tipps im Ausland von Benjamin Manz, Geschäftsführer vom Vergleichsdienst Moneyland:

  • Wechselstuben sind häufig teuer. Wenn du trotzdem in einer Wechselstube Geld holst, vergleiche mehrere Anbieter, häufig gibt es einige in der Nähe. Auch Verhandeln kann möglich sein.

  • Verzichte im Ausland auf dynamische Währungsumrechnung. Also beim Bargeldbezug und auch bei Einkäufen mit der Karte auf keinen Fall in Schweizer Franken zahlen, sondern in der Landeswährung.

  • Beziehe wenn möglich im Ausland kein Geld mit der Kreditkarte. Häufig sind Bargeldbezüge mit Debitkarten deutlich günstiger.

  • Achtung bei Automaten: Manche Automaten, gerade viele freistehende von Drittanbietern wie Travelex oder anderen, verlangen Zusatzgebühren. Deshalb solltest du dich tendenziell eher an Automaten von grossen Banken halten. Manche Bancomaten zeigen die Zusatzgebühren an, dann kannst du den Prozess noch abbrechen.

  • Gerade bei exotischeren Ländern ist es ratsam, sich im Voraus online zu informieren, wie du am günstigsten bezahlen und an Bargeld kommen kannst. Je nach Land kann es grosse Unterschiede geben. Meistens finden sich Informationen auf Reiseblogs.

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