Emotionale Intelligenz: So wirst du jetzt empathischer
Viele Bereiche des Lebens macht Emotionale Intelligenz leichter.

Viele Bereiche des Lebens macht Emotionale Intelligenz leichter.

Pexel/Chermiti Mohamed
Publiziert

Emotionale IntelligenzSo wirst du jetzt empathischer

Wer Emotionale Intelligenz besitzt, kommt in vielen Situationen einfacher durchs Leben. Studien zeigen, dass sich das lernen lässt.

von
Johanna Senn

Wer die eigenen Emotionen kennt und sich in andere hineinversetzen kann, dem fällt im Alltag einiges leichter. Emotionale Intelligenz spielt nicht nur am Arbeitsplatz eine grosse Rolle, sondern ist vor allen Dingen auch in unserem Privatleben wichtig.

Empathie macht das Leben leichter

Dass Menschen, die ihre Emotionen erkennen und regulieren können, positivere Erfahrungen in Freundschaften haben, konnte die Psychologin Astrid Schütz von der Universität Bamberg in einer internationalen Studie mit Kollegen zeigen. Dass diesen Menschen das Leben leichter fällt, ist für Astrid Schütz nicht verwunderlich. «Das ist nachvollziehbar», sagt sie zur Welt. Wer schnell ausraste, weil er seine Emotionen nicht managen kann, sei für andere schwierig.

Empathie ist auch wichtig für eine harmonische Beziehung.

Empathie ist auch wichtig für eine harmonische Beziehung.

Pexels/cottonbro

Die Fähigkeiten, die Dinge nicht nur aus der eigenen Sicht zu sehen, ist auch ein Erfolgsrezept in der Beziehung. So sind Paare mit hoher Emotionaler Intelligenz in der Beziehung zufriedener, weil es ihnen eher gelingt, sich in den anderen hinein zu versetzen.

Höhere Zufriedenheit im Job

Aber nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen ist Empathie ein wichtiger Faktor. So fanden Forschende der Universität von Sydney heraus, dass Studierende mit hoher Emotionaler Intelligenz auch bessere Noten schreiben. Die Forscherinnen und Forscher vermuten aufgrund dessen, dass emotional kompetentere Studierende eher in der Lage seien etwa mit Langeweile, Angst und Rückschlägen umzugehen.

Nicht nur Studierenden geht es mit hoher emotionaler Intelligenz besser. Auch Arbeitnehmende, die Empathie kultivieren, sind in ihrem Job zufriedener, wie diverse Studien benennen. So lassen zahlreiche Firmen ihre Mitarbeiter etwa meditieren, um die Zufriedenheit und die emotionale Intelligenz zu fördern.

Empathie lässt sich lernen

Die gute Nachricht ist: Emotionale Intelligenz kann man trainieren. «Man kann etwa die sogenannte Take-5-Strategie einsetzen, um seine Emotionsregulation zu verbessern», sagt die Psychologin Ricarda Steinmayr von der TU Dortmund. So soll man für fünf Minuten die Situation verlassen und an etwas anderes denken, wenn man merkt, dass man in einer Situation sehr emotional reagiert. Zusätzlich helfen Achtsamkeitsübungen und tiefes Ein- und Ausatmen dabei, nicht impulsiv zu reagieren.

Emotionale Intelligenz lässt sich trainieren.

Emotionale Intelligenz lässt sich trainieren.

Pexels/Polina Tankilevitch

Sich während dem Gespräch immer wieder zu fragen, wie sich der oder die andere in der Situation gerade fühlt, kann auch dabei helfen, Empathie zu trainieren. Statt eine gereizte Reaktion des Gegenübers auf sich selbst zu beziehen, solle man dieses fragen, warum er oder sie so gereizt reagiere, rät Psychologin Ricarda Steinmayr. «Dann zeigt sich ganz oft, dass die Gründe nichts mit einem selbst zu tun haben.»

Frage: Würdest du dich als empathisch bezeichnen? Sag es uns in den Kommentaren.

Deine Meinung

37 Kommentare
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Cortana47

24.01.2021, 18:12

ich bin kein empathischer Mensch und komme tip top durchs Lebens. Bin froh, dass ich nicht immer das Gefühl habe die ganze Welt retten zu müssen

Sibelline Jucksam

24.01.2021, 15:11

Hans setzt sich fast jede Nacht in mich hinein. Ich bin ihm symp- und er ist halt enorm empathisch .

singvogel

24.01.2021, 12:17

ja labern können die gut und dann geben sie dir Medis die emphatielos machen.