18.05.2019 09:50

KinderzimmerSo wollen Kinder wirklich wohnen

Die Eltern meinen es ja nur gut, wenn sie das Kinderzimmer möglichst perfekt einrichten. Trotzdem: Die Kinder würden es anders machen.

von
M. Siegenthaler
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Wenn Eltern Kinderzimmer einrichten, neigen sie oft dazu zu übertreiben. Die Zimmer sind entweder völlig überfüllt – oder hübsch, aber nicht wirklich kindgerecht.

Wenn Eltern Kinderzimmer einrichten, neigen sie oft dazu zu übertreiben. Die Zimmer sind entweder völlig überfüllt – oder hübsch, aber nicht wirklich kindgerecht.

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Was das Kind wirklich will bzw. braucht, kann da schon mal vergessen gehen. Das sind die fünf gröbsten Fehler, die Sie beim Kinderzimmereinrichten machen.

Was das Kind wirklich will bzw. braucht, kann da schon mal vergessen gehen. Das sind die fünf gröbsten Fehler, die Sie beim Kinderzimmereinrichten machen.

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StauraumAuch wenn die Vintage-Kommode im Kinderzimmer hübsch aussieht: Die Schubladen sind für das Kind vermutlich zu schwer, um sie selbst zu öffnen.

StauraumAuch wenn die Vintage-Kommode im Kinderzimmer hübsch aussieht: Die Schubladen sind für das Kind vermutlich zu schwer, um sie selbst zu öffnen.

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Bett und Kommode? Das war einmal. Die Einrichtung des Kinderzimmers ist für manche Mütter – selten auch Väter – zum Grossprojekt geworden. Sie verwenden viel Zeit darauf, den Raum so perfekt wie möglich zu gestalten.

Was das Kind wirklich will bzw. braucht, kann da schon mal vergessen gehen. Das sind die fünf gröbsten Fehler, die Sie beim Kinderzimmereinrichten machen.

Stauraum

Klar, Eltern haben es gern ordentlich, und darum wird das Kinderzimmer auch mit viel Stauraum bestückt. Blöd nur, dass das Büchergestell viel zu hoch ist, so dass das Kind die oberen Regale nicht erreichen kann. Und die Vintage-Kommode sieht zwar hübsch aus, die Schubladen sind aber so schwer, dass das Kind sie kaum öffnen kann.

Tipp: Ein paar verschiedenfarbige Kisten oder Boxen, allenfalls auf Rädern, sind schnell aus- und wieder eingeräumt und können auch mal mit ins Wohnzimmer.

Schreibtisch

Einen Schreibtisch braucht das Kind erst, wenn es in die Schule geht und Hausaufgaben machen muss. Falsch. Auch wenn das Kind noch nicht schreiben kann, sollte man ihm einen kleinen «Arbeitsplatz» einrichten. Kinder spielen zwar am liebsten am Boden, Malen und Basteln geht aber auf einem Tisch definitiv besser.

Tipp: Eine stabile, unempfindliche Holzplatte auf zwei verstellbaren Böcken wächst mit dem Kind mit.

Themenwelt

Ist der Sohn Piratenfan? Dann wird das Kinderzimmer natürlich entsprechend eingerichtet: Das Bett sieht aus wie ein Schiff, der Nachttisch ist eine Schatzkiste und die Vorhänge erinnern an Segel. Sehr schön, aber der Kleine wäre nach wenigen Monaten doch lieber Astronaut, und nun muss die ganze Einrichtung ausgewechselt werden.

Tipp: Die Vorlieben für bestimmte Figuren ändern sich schnell; aus dem Kinderzimmer eine Themenwelt zu machen, ist deshalb übertrieben. Delphine gibt es auch auf Bettwäsche, und manches lässt sich zudem improvisieren.

Überfluss

Jede Wand eine andere Farbe mit einem Wandtattoo, ein bunter Spielteppich, lustige Kinderbettwäsche, verschiedene Mobiles, Vorhänge mit buntem Blumendruck, ein paar verspielte Leuchten, kindliche Dekoelemente und und und. Das alles ist einfach zu viel.

Tipp: Weniger ist mehr gilt auch fürs Kinderzimmer: weniger Farbe, weniger Accessoire, weniger Deko – Kinder sorgen schon selbst dafür, dass im Kinderzimmer keine Öde herrscht.

Rückzug

Ein Bett, ein Schrank, ein Tisch – aber wo ist die Rückzugsmöglichkeit? Kinder lieben Höhlen, in denen sie sich verstecken oder einfach mal für sich sein können.

Tipp: Man muss kein Zelt oder Ähnliches ins Zimmer stellen, es reicht, wenn genügend Platz und Stoffmaterial vorhanden sind, so dass sich das Kind seine Höhle selber bauen kann.

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