Grow up - So zahlst du wegen Corona weniger Steuern
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Grow upSo zahlst du wegen Corona weniger Steuern

Auch fürs Jahr 2021 kannst du Corona-bedingte Abzüge geltend machen. Die Regelungen sind allerdings von Kanton zu Kanton unterschiedlich.

Seit dem ersten Lockdown in der Schweiz am 16. März 2020 hat sich vieles verändert: Homeoffice, veränderte Arbeitswege oder Verpflegungskosten haben die Geschäftswelt in vielerlei Hinsicht auf den Kopf gestellt.

Dies hat nach wie vor Auswirkungen auf die Abzüge bei den Berufskosten. So gilt bei den Steuerbehörden für die nächste einzureichende Steuererklärung: auch 2021 ist ein Ausnahmejahr.

Soll heissen, die Steuerverwaltungen gehen grundsätzlich pragmatisch vor und akzeptieren in den meisten Fällen die gängigen Abzugspauschalen. Aber Vorsicht: Die Regelungen zu den Abzügen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton.

Folgende Dinge solltest du bei deinen Steuerabzügen in puncto Corona beachten:

  • Um fürs Homeoffice Abzüge geltend zu machen, sollte deine Tätigkeit mindestens 40 Prozent betragen und zu einem wesentlichen Teil von zu Hause aus erfolgen.

  • Abzüge sind auch möglich, wenn bei dir im Betrieb kein Arbeitsplatz zur Verfügung steht bzw. die Arbeit vor Ort nicht möglich war. Dies galt unter anderem spätestens in Zeiten von Homeoffice-Pflicht wie beispielsweise ab dem zweiten Lockdown.

  • Wichtig ist dabei, dass du zuhause einen Raum hast, welcher über deinen privaten/familiären Gebrauch hinausgeht, respektive eigens für deine Arbeit umfunktioniert wurde. Auch hier gibt es allerdings kantonal starke Unterschiede: So zählt in Bern ein fürs Homeoffice kurzfristig umfunktionierter Arbeitsplatz nicht.

  • Den Abzug kannst du entweder pro Monat oder pro Jahr angeben.

  • Die Nebenkosten kannst du je nach Kanton mittels Pauschale angeben oder direkt in den Mietwert mit einberechnen.

  • Für die ÖV-Fahrtkosten kannst du trotz vermehrtem Homeoffice einfach die gängige Pauschale geltend machen, denn viele Steuerverwaltungen akzeptieren die allgemein gewährten Abzüge – auch wenn du nicht mehr jeden Tag zur Arbeit gefahren bist.

  • Hinsichtlich Auto-Fahrtkosten sind die Regelungen von Kanton zu Kanton unterschiedlich. So akzeptiert Bern beispielsweise den Abzug, Zürich hingegen nicht.

Gut zu wissen: Die Ausgaben für Hygiene-Masken kannst du in deiner Steuererklärung als Krankheitskosten abziehen – allerdings nur, wenn deine Krankheitskosten einen Selbstbehalt von fünf Prozent des Reineinkommens übersteigen und nur über die vom Bundesrat angeordnete Zeitspanne der Maskenpflicht.

Kosten für Corona-Tests kannst du in der Regel nicht abziehen, denn für krankheitsbedingte Tests trägt der Bund die Kosten und für private Tests musst du selber aufkommen. 

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