Umfrage-Resultate: So zockt die Schweiz
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Umfrage-ResultateSo zockt die Schweiz

Wie unsere Umfrage zeigt, sind helvetische Gamer Hype-resistent und mögen weder Bewegungssteuerungen noch Browsergames. Die Liebe zur Pannen-PS3 hingegen scheint ungebrochen.

von
tog

Nintendos Wii, Microsofts Kinect oder Sonys Playstation Move - wie viel wurde in den letzten Jahren über Bewegungssteuerung philosophiert und geschrieben. Und was machen Herr und Frau Gamerschweizer? Sie ignorieren den Sensorhype und spielen am liebsten vor dem PC – und zwar keine Browsergames, wie der zweite grosse Gamehype mutmassen liesse, sondern mit Vorliebe Shooter. So etwa könnte man etwas undifferenziert die Resultate der grossen 20-Minuten-Online-Gamer-Umfrage zusammenfassen

PC und PS3 als grosse Sieger

Fast zwei Drittel der 3443 Umfrage-Teilnehmer spielen hauptsächlich am PC, ein Drittel auf der Playstation3 (PS3). Diese beiden Plattformen sind die am häufigst benutzten der Schweiz. Die Xbox 360 holt sich mit 18 Prozent knapp den dritten Platz.

Im Bereich der Smartphones hat Apple die Nase klar vorn. Rund 16 Prozent greifen hauptsächlich zum iPhone oder dem iPod touch, um zu zocken. Smartphones mit Android-Betriebsystem haben mit knapp 7 Prozent das Nachsehen.

Auch in Sachen Konsolen verhängen Schweizer Gamer ein klares Verdikt. Für fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) ist Sonys PS3 trotz gehacktem Netzwerk die Lieblingskonsole. Die Xbox 360 (22 Prozent) schafft nicht einmal halb so viele Stimmen. Erstaunlich ist das Abschneiden der Wii: Nur gut 8 Prozent mögen Nintendos Fuchtelkasten am besten.

Sensorsteuerung mehr Gag als Revolution

Dass Nintendos Wii derart unbeliebt ist, hat einen Grund. Fast neun von zehn Befragten geben nämlich an, nie oder nur selten auf Bewegungs-Steuerungen wie diejenige der Wii, Xbox Kinect oder PS3 Move zurückzugreifen. Ein herber Schlag für all jene, die geglaubt haben, in der Gamerszene damit eine Revolution auszulösen. Videospieler scheinen ein konservatives Völkchen zu sein – alte Gewohnheiten lassen sich kaum austreiben. Das zeigt sich auch bei der Auswahl der Spiele.

Browsergames 0 – Shooter 1

Die zweite grosse Erkenntnis der Umfrage: Browsergames werden kaum gespielt. Acht von zehn Befragten spielen nie oder nur selten im Browser. Farmvilles Früchte scheinen langsam zu verrotten und auch «Dark Orbit» - mit 54 Millionen registrierten Spielern weltweit eines der erfolgreichsten Browsergames – findet in der Schweiz ein Schwarzes Loch vor.

Schweizer Gamer spielen lieber Shooter. Für über zwei Drittel ist dieses Genre das Nonplusultra. Adventure & Rollenspiele sowie Strategie und Aufbauspiele folgen mit 46 und 43 Prozent deutlich dahinter. Online-Spiele erfreuen sich grundsätzlich grosser Beliebtheit. Nur jeder Zehnte verzichtet auf den Spielespass mit Gegnern oder Verbündeten aus aller Welt, der Rest zockt wenigstens hin und wieder online.

Zum Schluss noch dies: 3443 Personen nahmen an der nicht repräsentativen Gamer-Umfrage von 20 Minuten Online teil. 258 oder 7,5 Prozent davon waren Frauen. Und zwei Drittel von ihnen spielen am liebsten Rollenspiele…

Die komplette Auswertung der Umfrage finden Sie hier.

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