Analyse von Handydaten: Social Distancing hat nachgelassen
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Analyse von HandydatenSocial Distancing hat nachgelassen

Legten wir während des ersten Lockdowns noch zwischen 15 und 20 Kilometern zurück, hat die Bereitschaft zum Social Distancing seit der Verschärfung der Massnahmen deutlich abgenommen.

von
Yasmin Rosner
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Handydaten ergaben, dass Social Distancing im Herbst/Winter abgenommen hat: Das Covid-19-Testzentrum des Universitätsspitals Basel (USB) am 25. November 2020. 20 Minuten/Steve Last

Handydaten ergaben, dass Social Distancing im Herbst/Winter abgenommen hat: Das Covid-19-Testzentrum des Universitätsspitals Basel (USB) am 25. November 2020. 20 Minuten/Steve Last

Steve Last
Social Distancing in den Bergen: Auch dort wurde es zum Thema.

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20min-Community
Oder beim Anstehen vor der Migros.

Oder beim Anstehen vor der Migros.

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Darum gehts

  • Eine Analyse von Handydaten hat ergeben, dass wir im Herbst/Winter mehr Kilometer zurückgelegt haben als während der ersten Welle.

  • Waren es 15 bis 20 Kilometer im Frühjahr, waren es in der zweiten Welle im Schnitt 30 bis 35 Kilometer.

  • Man habe sich offenbar weniger einschränken wollen.

Homeoffice, deutlich weniger soziale Kontakte, Ausflüge und Ferien – dies wirkte sich während des ersten Lockdowns auf unsere Mobilität aus. Im Frühling legten wir im Schnitt 15 bis 20 Kilometer pro Tag zurück. Und jetzt, seitdem die Massnahmen wieder verschärft wurden? «Seit Anfang November ist die Mobilität relativ konstant geblieben», sagt Peter Moser vom Statistischen Amt des Kantons Zürich gegenüber des «SonntagsBlick».

Will heissen, dass sich nach den Lockerungen im Sommer, im Herbst und Winter nicht viel verändert hat. In Zahlen bedeutet das, dass wir im Schnitt 30 bis 35 Kilometer pro Tag zurückgelegt haben. Dies zeigten Handydaten von 2561 Personen im Alter von 15 bis 79 Jahren. Der Kanton Zürich hatte beim Forschungsinstitut Intervista ein entsprechendes Monitoring in Auftrag gegeben.

Offenbar sei man nicht mehr bereit, sich in allen Bereichen einzuschränken, heisst es in der Zeitung weiter. Und auch das Einkaufsverhalten habe sich laut Moser im Vergleich zu den Sommermonaten nur minimal verändert.

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