05.01.2020 16:43

Zuger Polizei«Social Media ist für uns sehr wichtig geworden»

Zeugenaufrufe, Staumeldungen, Unfälle und Lustiges: Seit dem 1. Februar 2019 ist die Zuger Polizei auf Social Media unterwegs. Jetzt zieht sie Bilanz.

von
mme
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Die Zuger Polizei bewirtschaftet die Social-Media-Kanäle Twitter, Facebook und Instagram intensiv.

Die Zuger Polizei bewirtschaftet die Social-Media-Kanäle Twitter, Facebook und Instagram intensiv.

«Diese Art der Kommunikation ist für uns sehr wertvoll. Mit einem Beitrag, zum Beispiel auf Facebook, können wir innerhalb einer kurzen Zeit eine grosse Anzahl  Personen erreichen. Je nach Thema und Inhalt sind dies mehrere Zehntausend, die die Nachricht erhalten und lesen», sagte Polizeisprecher Frank Kleiner auf Anfrage.

«Diese Art der Kommunikation ist für uns sehr wertvoll. Mit einem Beitrag, zum Beispiel auf Facebook, können wir innerhalb einer kurzen Zeit eine grosse Anzahl Personen erreichen. Je nach Thema und Inhalt sind dies mehrere Zehntausend, die die Nachricht erhalten und lesen», sagte Polizeisprecher Frank Kleiner auf Anfrage.

Hier eine Auswahl von Bildern, die die Polizei auf Facebook gepostet hat. Zum Teil sind es Bilder von Einsätzen, zum Teil sind es Symbolbilder.

Hier eine Auswahl von Bildern, die die Polizei auf Facebook gepostet hat. Zum Teil sind es Bilder von Einsätzen, zum Teil sind es Symbolbilder.

Twitter gibt es seit 13 Jahren, Facebook seit 15 Jahren. Viele Polizeikorps haben lange gebraucht, um das Potenzial von Social Media zu nutzen; die Zuger Polizei etwa ist erst seit elf Monaten präsent. Dafür gibt sie jetzt Vollgas: Bis Anfang Jahr hat sie 527 Tweets abgesetzt. Die Zuger Polizei bewirtschaftet jetzt Twitter, Facebook und Insta.

Und die Zuger Polizei möchte Social Media nicht mehr missen. «Diese Art der Kommunikation ist für uns sehr wertvoll. Mit einem Beitrag, zum Beispiel auf Facebook, können wir innerhalb einer kurzen Zeit eine grosse Anzahl Personen erreichen. Je nach Thema und Inhalt sind dies mehrere Zehntausend, die die Nachricht erhalten und lesen», sagt Polizeisprecher Frank Kleiner auf Anfrage. Etwa könne dies helfen, bei Unfällen Stauwarnungen abzusetzen, mit der Folge, dass der Stau nicht noch grösser werde. Oder: «Bei Zeugenaufrufen erhalten wir immer wieder wertvolle Hinweise.»

Prävention und Kommunikation

Die Zuger Polizei reagiert indes auf Social Media nicht nur auf Ereignisse, sie betreibt dort auch viel Präventionsarbeit. «Facebook, Twitter und Instagram ermöglichen es uns, sehr viele Personen zu erreichen, sie zu informieren sowie zu sensibilisieren. Solche Beiträge, egal auf welcher Plattform, werden erfreulicherweise sehr oft geteilt und kommentiert.» So wird etwa gewarnt, wenn wieder Enkeltrickbetrüger am Werk sind.

Und dann helfen die neuen Medien auch, mit dem Volk zu kommunzieren. «Der Austausch mit der Bevölkerung ist uns generell sehr wichtig. Wie auch sonst, möchten wir mit diesen drei ‹neuen› Kommunikationskanälen einen offenen Dialog mit der Bevölkerung pflegen. Dazu gehört auch, sie zu informieren, aber auch Fragen zu beantworten.»

Auch streunende Hunde thematisiert die Polizei

Oft berichtet die Zuger Polizei auf Twitter indes auch über eher banale, dafür unterhaltende Themen. Etwa über einen Hund, der alleine S-Bahn fuhr. Auch solche Inhalte seien wichtig, sagt Kleiner: «Solche Einsätze und Ereignisse gehören zur täglichen Polizeiarbeit, weshalb wir diese Geschichten auch auf unseren Social-Media-Kanälen zum Thema machen. In erster Linie geht es uns darum, die Bevölkerung über unsere vielseitige Arbeit zu informieren.»

Notrufe sind nicht erlaubt

Nur eines ist mit Social Media nicht möglich: Die Polizei mit Notrufen zum Beispiel auf Twitter zu informieren. Social-Media-Kanäle seien aus Datenschutzgründen und mangels sicherer Identitätsüberprüfung des Anzeigers für die Erstattung von Strafanzeigen weder geeignet noch erlaubt. Auch könnten sie nicht zur Alarmierung der Polizei in Notsituationen verwendet werden.

Bei Notfällen muss deshalb zwingend die Notrufnummer 117 oder 112 gewählt werden, sagt Kleiner. Auch in Zukunft werde es nicht möglich sein, auf Social Media Notrufe abzusetzen.

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