Softair-Club in Jona nach illegaler Übung aufgelöst

Aktualisiert

Softair-Club in Jona nach illegaler Übung aufgelöst

Die Polizei hat Anfang Februar eine Übung des Softair- Clubs Jona-Rapperswil abgebrochen. Nun haben seine Mitglieder die Flinte ins Korn geworfen und den Club aufgelöst.

In voller Kampfmontur mit perfekten Imitationen von echten Waffen haben sich Anfang Februar Mitglieder des Softair-Clubs Jona-Rapperswil (SACJR) zum wiederholten Mal eine Schlacht im Joner Gaisrain geliefert. Christian Rudin, Chef der Kapo der Region Linthgebiet, hatte die Szene beobachtet und die unbewilligte Übung einer Polizeipatrouille gemeldet. Diese brach das Treiben der Jugendlichen schliesslich ab.

Nun hat der Club das Handtuch geworfen: «Der SACJR hat sich aufgelöst, weil fast alle Mitglieder ausgestiegen sind», so Rudin.

Felix Hof, Leiter der Beratungsstelle Linthgebiet, ist trotzdem besorgt: «Solche Spiele, bei denen es auch um das Nachstellen von realen Kriegssituationen geht, sind wieder im Kommen.» Softair-Clubs gibt es tatsächlich in der ganzen Deutschschweiz. Auf zahlreichen Webseiten dokumentieren sie ihre martialischen Kriegsspiele und zeigen stolz blutige Verletzungen von Treffern der Plastik-Munition.

Für die Entwicklung junger Menschen seien solche Spiele nicht ungefährlich, so Hof. Als Beitrag zur Prävention nimmt die Beratungsstelle deshalb Softair-Guns entgegen und zahlt dafür eine Entschädigung.

(tob)

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