Aktualisiert 08.12.2008 13:40

StudieSoftdrinks machen Knochen weich

Jugendliche, die ihren Durst häufig mit Softdrinks löschen, haben im Schnitt weniger stabile Knochen.

«Je mehr derartiger Limonaden Jugendliche zu sich nehmen, desto geringer der Mineralgehalt», fasste Studienleiter Thomas Remer am Montag das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Bonn zusammen. Die Konsequenz könnte nach Einschätzung der Wissenschaftler eine erhöhte Osteoporose-Gefahr im Erwachsenen-Alter sein.

Worauf dieser Effekt zurückzuführen ist, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. Zumindest bei koffeinhaltigen Softdrinks gebe es direkte Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel, berichteten die Wissenschaftler. Doch komme noch ein indirekter Effekt hinzu: Wer auf zuckersüsse Limonaden steht, bevorzugt der Studie zufolge eine insgesamt kohlenhydratreichere und proteinärmere Kost. Protein ist jedoch bei einer ausgewogenen Ernährung wichtig für die Knochenentwicklung.

Essen in der Jugend bestimmt Knochenstabilität im Alter

«Mit dem, was wir in jungen Jahren essen und trinken, bestimmen wir bis ins hohe Alter die Stabilität unserer Knochen mit», betont der Autor der Studie, Lars Libuda. «Eine gesunde Ernährung in der Jugend ist daher die beste Osteoporose-Vorbeugung.»

Die Bonner Forscher stützen sich auf Daten der sogenannten DONALD-Studie. Darin werden seit 1985 die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen in Dortmund erfasst. Bei einer Vielzahl von Teilnehmern hatte man zudem computertomographisch den Knochenmineralgehalt gemessen. Diese Daten haben die Wissenschaftler nun erstmalig in Bezug zum Softdrink-Konsum gesetzt. Einen vermuteten Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Knochenmineralgehalt konnten die Forscher dagegen nicht feststellen.

Die Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse nun im «American Journal of Clinical Nutrition» veröffentlicht. (dapd)

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