Sevilla: Softwarefehler soll schuld an Airbus-Crash sein
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SevillaSoftwarefehler soll schuld an Airbus-Crash sein

Laut einem Medienbericht soll ein Computerproblem zum Absturz eines Militärflugzeugs in Spanien geführt haben. Airbus warnt nun seine Kunden.

von
ale
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Beim Absturz eines Militärtransportflugzeugs nahe dem Flughafen von Sevilla sind vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Beim Absturz eines Militärtransportflugzeugs nahe dem Flughafen von Sevilla sind vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

AFP/Cristina Quicler
Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.

Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.

Keystone/Seville Fire Department/handout
Die Maschine war zu einem Testflug gestartet. Absturzursache ist laut einem der Opfer ein multipler Triebwerkschaden.

Die Maschine war zu einem Testflug gestartet. Absturzursache ist laut einem der Opfer ein multipler Triebwerkschaden.

AFP/-

Der Absturz des Militärtransporters Airbus A400M vor gut einer Woche in Spanien ist möglicherweise durch Softwareprobleme in der Triebwerkssteuerung verursacht worden. Das berichtet Spiegel Online am Dienstag.

Kurz nach dem Start des Airbus hatten drei Triebwerke von den Computern widersprüchliche Befehle erhalten und daraufhin die Leistung abgeschaltet. Das Flugzeug befand sich auf einem Testflug. Die Piloten hätten keine Möglichkeit gehabt, den Absturz zu verhindern. Beim Unglück waren vier Airbus-Mitarbeiter ums Leben gekommen, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Kunden über Problem informiert

Airbus warnt nun vor möglichen Problemen bei der elektronischen Triebwerkssteuerung des Flugzeugs.Das Unternehmen empfiehlt einen Kontroll-Check für alle Flugzeuge dieses Typs. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Warnung und dem A400M-Crash am 9. Mai nahe Sevilla stellte Airbus nicht her.

Alle Nutzer eines A400M sollten an jedem Flugzeugtriebwerk die sogenannte elektronische Triebwerkskontrolleinheit (Electronic Control Unit) untersuchen, erklärte die Airbus-Rüstungssparte am Dienstag. In der «dringlichen technischen Empfehlung des Herstellers» wird demnach ein «einmaliger Kontroll-Check» der Einheit «vor dem nächsten Flug» empfohlen.

Testflüge gestoppt

Angaben darüber, ob Probleme bei der Triebwerkssteuerung die mögliche Ursache für den Absturz des A400M waren, machte Airbus nicht. Beim Absturz des für die Türkei bestimmten A400M waren am 9. Mai nahe Sevilla vier Airbus-Mitarbeiter ums Leben gekommen, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Deutschland, Grossbritannien, die Türkei und Malaysia stoppten als Reaktion auf den Absturz ihre Testflüge mit der Maschine. Airbus absolvierte dagegen nur wenige Tage nach dem Unglück einen neuen Testflug. (ale/sda)

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