Aktualisiert 16.08.2019 15:12

Nur noch auf Platz 53Sogar Andorra ist besser als die Schweiz

Die Schweiz sammelte bisher die drittwenigsten Punkte von allen Nationen und steckt tief in der Euro-Krise. Bitter: Nur Nordmazedonien und San Marino sind schlechter.

von
E. Tedesco
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Marcel Koller kann mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. Am Ende scheidet der FC Basel klar gegen den Linzer ASK aus.

Marcel Koller kann mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. Am Ende scheidet der FC Basel klar gegen den Linzer ASK aus.

Keystone/Andreas Schaad
Im Gegensatz zum Hinspiel startet der FCB aber gut in die Partie. Drei grosse Chancen bieten sich den Baslern vor der Pause. Ein Tor will aber nicht fallen.

Im Gegensatz zum Hinspiel startet der FCB aber gut in die Partie. Drei grosse Chancen bieten sich den Baslern vor der Pause. Ein Tor will aber nicht fallen.

Keystone/Reinhard Eisenbauer
Stattdessen sind es wie vergangene Woche die Linzer, die den ersten Treffer erzielen. Zwar kann Ademi in der 80. Minute noch ausgleichen, aber in den Schlussminuten erzielt der LASK zwei weitere Treffer und macht damit alles klar.

Stattdessen sind es wie vergangene Woche die Linzer, die den ersten Treffer erzielen. Zwar kann Ademi in der 80. Minute noch ausgleichen, aber in den Schlussminuten erzielt der LASK zwei weitere Treffer und macht damit alles klar.

Keystone/Reinhard Eisenbauer

Das ist die Quittung für die schwachen Resultate der dritten Qualifikationsrunde im Europacup: Nach den sechs Niederlagen in sechs Spielen von Basel (gegen Lask), Thun (gegen Spartak Moskau) und Luzern (gegen Espanyol Barcelona) steht die Schweiz im Jahresranking nur noch auf Platz 53 – von 55 Nationen.

Die Schweiz (0.600 Punkte) sammelte bisher die drittwenigsten Punkte von allen Eurofightern. Nur Nordmazedonien (0.500) und San Marino (0.000) sind schlechter. Im Vergleich: Sogar Fussballzwerge wie Malta (0.700), Gibraltar (1.000) oder Andorra (1.500) haben mit ihren Amateurteams mehr Punkte gesammelt als die Super-League-Vertreter. Nur dank dem Effort der Basler gegen Eindhoven und den beiden Mini-Siegen der Luzerner gegen Klaksvik von den Färöer Inseln rettete sich die Schweiz in der Rangliste noch vor Nordmazedonien mit den Vertretern wie Shkendija Tetovo, FK Shkupi, Akademija Pandev und Makedonia GjP.

In der aktuellen 5-Jahreswertung der Uefa liegt die Schweiz nur noch auf Platz 21. Die direkte Qualifikation für die Europa League ist aber den besten 15 Verbänden vorbehalten. Diesen angestrebten Rang nimmt aktuell Zypern ein, das noch mit zwei Teams vertreten ist. Bleibt die Schweiz auf dem 21. Platz, müssen alle Qualifikations-Teilnehmer mit Ausnahme des Drittplatzierten der Liga in Zukunft eine Runde mehr überstehen.

YB, Basel und Lugano können die Lage retten

Aber ganz zu aussichtslos ist die Situation noch nicht. Denn die kleineren Nationen mussten bereits früher in den jeweiligen Qualifikationsrunden einsteigen und hatten deshalb früher die Möglichkeit, schon Punkte für ihr Land zu sammeln. Die meisten sind inzwischen ausgeschieden. Für die Schweiz stehen mit Basel, YB und Lugano aber drei Teilnehmer fix in einer Gruppenphase fest. Der FCB und Lugano sind für die Europa League qualifiziert. Meister YB hat noch zwei Playoff-Spiele vor der Brust, wo er punkten und sich gegen Roter Stern Belgrad sogar für die Champions League qualifizieren kann .

Für die Schweiz bedeutet das mindestens 18 weitere Partien auf europäischem Parkett und die Möglichkeit, das Punktekonto für das Jahres-Ranking aufzustocken. Das ist ein kleiner Vorteil gegenüber den Gegnern, die im 5-Jahres-Ranking vor der Schweiz liegen. Norwegen, Schottland, Serbien, Kroatien und Zypern haben nur noch zwei Clubs dabei. Tschechien (13.) und Dänemark (14.) sind nur noch mit einem Teilnehmer europäisch vertreten. Das und YB lassen die Schweiz hoffen.

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