Fussballer bestohlen: «Sogar Fans der Spieler boten ihre Hilfe an»
Aktualisiert

Fussballer bestohlen«Sogar Fans der Spieler boten ihre Hilfe an»

Während dem 3.-Liga-Match zwischen Zug 94 II und dem Weggiser SC wurde der Tresor des Gästeteams ausgeräumt. Das Spiel muss wiederholt werden.

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tk
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Am Sonntag wurde das 3.-Liga-Spiel zwischen Zug 94 II und dem Weggiser SC abgebrochen. Grund war ein Diebstahl. Insgesamt 13 Portemonnaies und ein Handy wurden aus dem Garderoben-Tresor des Weggiser SC gestohlen.

Am Sonntag wurde das 3.-Liga-Spiel zwischen Zug 94 II und dem Weggiser SC abgebrochen. Grund war ein Diebstahl. Insgesamt 13 Portemonnaies und ein Handy wurden aus dem Garderoben-Tresor des Weggiser SC gestohlen.

Zuger Polizei
Die Gegenspieler und der Schiedsrichter seinen sehr verständnisvoll gewesen. Sogar Fans und Kollegen der Spieler eilten zu Hilfe. «Eine Bankkarte eines Spielers wurde inzwischen bereits 7-mal zum Einkaufen benutzt», sagt Thomas Maurer, Trainer des 3.-Liga-Teams Weggiser SC.

Die Gegenspieler und der Schiedsrichter seinen sehr verständnisvoll gewesen. Sogar Fans und Kollegen der Spieler eilten zu Hilfe. «Eine Bankkarte eines Spielers wurde inzwischen bereits 7-mal zum Einkaufen benutzt», sagt Thomas Maurer, Trainer des 3.-Liga-Teams Weggiser SC.

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Nach der ersten Halbzeit wurde das Spiel der 3. Liga am Sonntag auf der Hertiallmend beim Stand von 2:1 für das Heimteam abgebrochen. Grund: In der Kabine der Gastmannschaft wurde eingebrochen. Unbekannte Täter hatten den Safe geknackt und Wertsachen entnommen. Die Polizei wurde sofort aufgeboten und hat Ermittlungen zum Fall aufgenommen.

«Das hat sich dann als Fehler herausgestellt»

«Als ich meine Pausenansprache halten wollte, stellten wir fest, dass die Türe des Safes aufgebrochen worden waren», sagt Thomas Maurer, Trainer des Weggiser SC, gegenüber der «Luzerner Zeitung».

Normalerweise packen sie all ihre Wertsachen in einen Sack und nehmen diesen an den Spielfeldrand mit, doch am Sonntag habe man es für einmal anders gemacht. «Das hat sich dann als Fehler herausgestellt» – 13 Portemonnaies, ein Handy und etwas Schmuck wurden von einer unbekannten Täterschaft gestohlen.

Bankkarten missbraucht

«Alle waren schockiert», so Maurer. Die Gegenspieler und der Schiedsrichter seinen sehr verständnisvoll gewesen. «Sogar Fans und Kollegen der Spieler boten ihre Hilfe an und zückten bereits ihre Handys.» Denn die betroffenen 13 Spieler mussten ihre Versicherungen und Banken über den Vorfall benachrichtigen – und ihre Bankkarten sperren. «Eine Karte eines Spielers war inzwischen bereits sieben Mal zum Einkaufen benutzt worden», sagt Maurer.

«Von einem Fairplay-Gedanken fehlt jede Spur»

«Es ist eine tragische Situation», sagt Markus Berwert, Leiter der Geschäftsstelle des Innerschweizers Fussballverbandes. «Die Täter haben mit Fussball wahrscheinlich nichts am Hut, denn von einem Fairplay-Gedanke fehlt jede Spur.» Es sei verständlich, dass die Weggiser nicht mehr spielen wollten. Es habe viel Zeit gebraucht, um die Situation zu klären.

Zug hat die entsprechenden Bedingungen geschaffen

Der Innerschweizer Fussballverband schreibt keine Sicherheitsregeln für Wertsachen vor, dies sei Angelegenheit des Clubs. Wertsachen könne man auf die Spielbank mitnehmen oder bei dem Club-Restaurant abgeben. «Zug hat die entsprechenden Bedingungen geschaffen, um Wertsachen sicher zu verstauen», so Berwert. Für den Weggiser SC war es auch nicht das erste Mal, das Wertsachen gestohlen wurden. Maurer: «Unsere Wertsachen kommen ab jetzt wieder immer mit zum Spielfeldrand.»

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