Begehrte Sammlung: Sogar im Nahen Osten wollte man die Münzsammlung aus dem Muotathal

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Begehrte SammlungSogar im Nahen Osten wollte man die Münzsammlung aus dem Muotathal

Bei einer Auktion wurden die geschichtsträchtige Münzsammlung Muotathal versteigert. Sie brachte eine schöne Stange Geld ein.

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MME/DAG
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Der teuerste Bestandteil der Sammlung Muotathal ist dieser Schekel aus dem Jahr 67 nach Christus aus der Zeit des jüdischen Aufstands – er ist noch in hervorragender Qualität erhalten.

Der teuerste Bestandteil der Sammlung Muotathal ist dieser Schekel aus dem Jahr 67 nach Christus aus der Zeit des jüdischen Aufstands – er ist noch in hervorragender Qualität erhalten.

rapp-auktionen.ch
Marianne Rapp Ohmann präsentiert einen Schaukasten der Münzsammlung «Muotathal», die für 20‘000 Franken versteigert wurde.

Marianne Rapp Ohmann präsentiert einen Schaukasten der Münzsammlung «Muotathal», die für 20‘000 Franken versteigert wurde.

rapp-auktionen.ch
Der Schaukasten mit Schweizer Kantonalmünzen und Wachssiegeln ist Bestandteil der Sammlung Muotathal und gilt als origineller Zeitzeuge.

Der Schaukasten mit Schweizer Kantonalmünzen und Wachssiegeln ist Bestandteil der Sammlung Muotathal und gilt als origineller Zeitzeuge.

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Darum gehts

  • Die sogenannte Münzsammlung Muotathal ist im Auktionshaus Rapp in Wil SG unter den Hammer gekommen.

  • Sie wurde für 20 000 Franken verkauft. Dieser Erlös war doppelt so hoch, wie das Auktionshaus erwartete, wie mitgeteilt wurde.

  • Den Zuschlag erhielt eine Person aus der Schweiz.

  • Mitgeboten hatte auch eine Person aus dem Nahen Osten.

Im Auktionshaus Rapp in Wil SG wurde am Mittwoch die sogenannte Münzsammlung Muotathal versteigert. Und die Sammlung brachte wesentlich mehr ein, als erwartet worden war: Sie ging für 20 000 Franken weg. Wie das Auktionshaus mitteilte, war dieser Erlös doppelt so hoch, wie erwartet. Dies bei einem Startpreis von 1500 Franken. Der Preis schoss vielleicht darum so in die Höhe, weil sogar im Nahen Osten mitgeboten wurde, wie es in einer Mitteilung heisst. Den Zuschlag erhielt jedoch eine Person aus der Schweiz.

Den Namen hat die Münzsammlung, weil sie einst in der Stube des Restaurants Hirschen Muotathal zu bestaunen war. Gegründet wurde die Sammlung vor mehr als 100 Jahren, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie enthält Münzen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus und reicht bis ins 5. Jahrhundert nach Christus. Zum Beispiel gehören paar römische Silberdenare und Münzen mit Tiermotiven zur Sammlung.

Das Prunkstück der Sammlung ist ein hervorragend erhaltener jüdischer Schekel aus dem Jahr 67 nach Christus. Diese Münze hat allein schon einen Wert von gut 5000 Franken. Ein Schaukasten enthält rund hundert Münzen aus der Schweiz, die aus verschiedenen Kantonen stammen. Hinzu kommen Kleinmünzen aus aller Welt – meist aus dem 18. und 19. Jahrhundert, unter anderem aus Österreich, Russland, Italien und Deutschland. «Ein in dieser Zusammenstellung einmaliges Los», sagt Münzenexperte Timo Keppler.

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