Neuer Drogen-Trend: «Sogar mein Grosspapi trinkt meinen Hanf-Tee»

Aktualisiert

Neuer Drogen-Trend«Sogar mein Grosspapi trinkt meinen Hanf-Tee»

Andreas Nyffeler (28) will in Oberhofen bei Thun einen Shop für CBD-Gras eröffnen. Denn diese Blüten waren bisher im Berner Oberland nur schwierig zu bekommen.

von
cho

Andreas Nyffeler über sein blühendes Geschäft mit den CBD-Blüten.

Es ist ein Onlineshop der besonderen Art: Bei Andreas Nyffeler kann man unter andishempkultur.ch im Internet Hanf bestellen. Und der gelernte Landwirt und Landschaftsgärtner bietet jeweils donnerstags sogar einen Kurierservice in der Region Thun an.

Allerdings handelt es sich um legales CBD-Hanf, das kaum den psychoaktiven Wirkstoff THC, dafür viel Cannabidiol enthält. Das heisst: Man wird davon nicht high, es wirke aber auf den Körper ausgesprochen entspannend und schmerzlindernd.

Der neue Hanf-Trend ist legal und breitet sich in der Schweiz derzeit rasend schnell aus. So wurde in Bern 2016 die Hanftheke eröffnet und auch die Berner Reitschule verkauft seit Anfang Januar CBD-Gras. Nun erobert das Kraut auch die ländlichen Gebiete: Denn Andreas Nyffeler will am 4. März im 2000-Seelen-Dorf Oberhofen einen Shop eröffnen.

Grosspapi schläft besser dank CBD-Tee

«Die Leute sind mittlerweile sehr offen», so Nyffeler. Lange hätten viele nicht verstanden, was CBD ist. «Viele haben noch immer das Gefühl es ist illegal – besonders Ältere.» Diese Vorurteile würden aber mehr und mehr abnehmen.

Der gelernte Landwirt stellt Tee mit Hanf und weiteren Zutaten aus der Region zusammen. Zudem verkauft er Salben, Tinkturen und eine CBD-Paste, mit denen man Wickel machen kann.

Sein Onlineshop laufe bereits sehr gut, denn bisher sei CBD-Gras in der Region Mangelware gewesen. «Ich habe ganz alte, aber auch ganz junge Kunden. Bei den älteren ist der Tee oder die Tinktur nach eigenen Rezept sehr beliebt. Die jüngeren kaufen eher die Blüten.» Sein 90-jähriger Grossvater schwöre zum Beispiel auf den Tee, erzählt Nyffeler. «Er sagt, er schlafe besser ein und wache am nächsten Tag voller Energie auf.»

Gras kommt aus dem Thurgau

Ob die eher jungen Kunden die Blüten rauchen, weiss er nicht so genau. «Aber ich distanziere mich davon, den CBD-Hanf zu rauchen. Man kann aus den Blüten auch Bademischungen machen oder damit backen.»

Sein CBD-Gras werde im Aargau und im Thurgau angebaut, so der 28-Jährige. «Aber wenn mein Shop gut läuft, baue ich vielleicht hier im Kanton Bern an – bei einem Bauern oder in einem Treibhaus.»

Wegen des Hanfanbaus sei er im Vorfeld zur Polizei gegangen und habe ihr von seinem Vorhaben erzählt. «Die hatten aber keine Ahnung und haben mich zum kantonalen Amt für Landwirtschaft verwiesen. Dort habe ich dann die nötige

Bewilligung eingeholt. Das war ganz einfach.»

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Andy Nyffeler eröffnet am 4. März in Oberhofen BE einen CBD-Shop. Im Berner Oberland sei CBD-Hanf bisher Mangelware gewesen, sagt er.

Andy Nyffeler eröffnet am 4. März in Oberhofen BE einen CBD-Shop. Im Berner Oberland sei CBD-Hanf bisher Mangelware gewesen, sagt er.

CHO
Den Hanf-Tee hat Andreas Nyffeler selber zusammengestellt. Er besteht aus Industrie-Hanf und Zutaten aus der Region. Der grösste Fan seines Tees ist Andys 90-jähriger Grossvater.

Den Hanf-Tee hat Andreas Nyffeler selber zusammengestellt. Er besteht aus Industrie-Hanf und Zutaten aus der Region. Der grösste Fan seines Tees ist Andys 90-jähriger Grossvater.

CHO
Die jüngeren Kunden würden eher die reinen Blüten kaufen. Andreas Nyffeler distanziert sich jedoch davon, diese zu rauchen. «Man kann auch guten Badezusatz daraus herstellen oder sie zum Backen verwenden.»

Die jüngeren Kunden würden eher die reinen Blüten kaufen. Andreas Nyffeler distanziert sich jedoch davon, diese zu rauchen. «Man kann auch guten Badezusatz daraus herstellen oder sie zum Backen verwenden.»

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