Sohn beinahe zu Tode gewürgt
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Sohn beinahe zu Tode gewürgt

Ein Mann, der im Frühling 2005 seinen 11-jährigen Sohn in einem Wutanfall beinahe zu Tode gewürgt hatte, ist vom Zürcher Obergericht zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Die Tat war nicht bestritten. Anklage und Verteidigung hatten dasselbe Strafmass beantragt. Das Urteil lautet auf unvollendete versuchte vorsätzliche Tötung. 26 Monate der Strafe wurden auf Bewährung ausgesprochen. Die zur unbedingten Verbüssung erklärten 10 Monate hat der 43-jährige Angeklagte bereits verbüsst.

Nach einer Trennung lebten die zwei Kinder des Angeklagten bei ihrer Mutter. Als sie übers Wochenende beim Vater zu Besuch waren, rastete dieser aus und würgte den älteren Sohn mit einem Natel- Ladekabel so stark, dass sich der 11-Jährige in akuter Lebensgefahr befand.

Das Tatmotiv blieb beim Prozess unklar. Durch die Trennung sei für ihn eine Welt zusammengebrochen, erklärte der Angeklagte. Zur Tatzeit war seine Zurechnungsfähigkeit gemäss Gutachen stark vermindert.

Er muss Schmerzensgelder von insgesamt 23 000 Franken an die Kinder und die Mutter zahlen und eine ambulante Psychotherapie weiterführen. Während der Bewährungszeit darf der Verurteilte seine Frau nicht mehr kontaktieren.

(sda)

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