10.10.2016 17:24

Kein Handy erhaltenSohn bestellt Möbel und Pizza aus Rache an Eltern

Ein 13-Jähriger wollte es seinen Eltern heimzahlen, dass sie ihm kein Handy kauften: Er bestellte Möbel, Pizza und Zeitungsabos an die Adressen der Familie und von Bekannten.

von
tob
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Weil er kein Handy bekam, bestellte ein 13-Jähriger im Internet Pizza ...

Weil er kein Handy bekam, bestellte ein 13-Jähriger im Internet Pizza ...

AFP/Kevin Lamarque
... Möbel und Zeitungsabos an die Adresse der Familie und die von Bekannten.

... Möbel und Zeitungsabos an die Adresse der Familie und die von Bekannten.

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Der Vater glaubte erst an einen Computerbetrug und erstattete Anzeige. Dann flog die Sache auf. Der Sohn gab zu, für die Warenflut verantwortlich zu sein. Die meisten Bestellungen konnten laut Polizei rückgängig gemacht werden.

Der Vater glaubte erst an einen Computerbetrug und erstattete Anzeige. Dann flog die Sache auf. Der Sohn gab zu, für die Warenflut verantwortlich zu sein. Die meisten Bestellungen konnten laut Polizei rückgängig gemacht werden.

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Ein Vater aus Lindau (D) hat Mitte September Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Verdacht: Computerbetrug. Denn an die Adresse der Familie wurden Zeitungsabos, Smartphones, Möbel und Pizza bestellt. Auch bei Verwandten und Freunden der Familie gingen nicht bestellte Lieferungen ein.

Insgesamt zehn Anzeigen gab es bei der Polizei. Als die Beamten den Familiencomputer untersuchten, sahen sie, dass von diesem aus auch 180 Mails mit Beleidigungen verschickt worden waren. Als Absender wurde der Sohn vermutet. Nach längerem Leugnen gab der 13-Jährige schliesslich zu, die Waren bestellt und die Mails verfasst zu haben.

Sohn muss sich entschuldigen

Als Grund gab der Jungspund an, verärgert gewesen zu sein, weil er kein eigenes Handy bekommen hatte. Eine Strafe erwartet ihn nicht, da der Schüler noch nicht strafmündig ist. «Die grösste Herausforderung für ihn wird sein, sich bei allen Beteiligten in der Familie und bei den Bekannten zu entschuldigen», sagte ein Sprecher der Polizei zur Nachrichtenagentur DPA.

Laut der Polizei hält sich der Schaden in Grenzen. Die meisten Bestellungen konnten rückgängig gemacht werden. Ob der Sohn schliesslich doch noch ein Smartphone bekommen hat, ist nicht bekannt.

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